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:: Serpent Sin - Swamp Of Human Chasms (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 2012
Genre: Progressive Metal
Label: Eigenproduktion
Info: Serpent Sin
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Laufzeit: 24:56 Min.
Kaufen: Ofizielle Homepage von Serpent Sin
Trackliste...
1. Night in Kabul
2. Temptation
3. The Animal
4. Way To Paradise

Line Up
Martin "Mad" Pirner (Vocals)
Phil Carroll (Guitar)
Chris Stark (Bass)
Eldo Prosch (Drums)
Moritz Fischer (Keys)
Review...
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Prog-Metal ist ja immer so eine Sache.
Für diese profunde Aussage müsste ich eigentlich dazu verdammt werden, den Hausschlüssel für den Stormbringer-Elfenbeinturm zurückzugeben, um mich in die Niederungen des Boulevards zurück zu ziehen.

Semantik kann auch ein Hobby sein.

Sei es wie es wolle. Progressiver Metal. Viel zu viele Bands kopieren viel zu wenige Bands und was dabei herauskommt wird uns seit vielen, langen Jahren zuhauf um die Ohren gehauen.
Technisch firme Instrumentalisten ohne Gespür für Melodie, für griffige Arrangements, für Songs. Jeder darf mal ran, man scheint sich mit imaginären Gegnern zu duellieren und hat dabei in der Musikergilde sicherlich seine Apostel. Allein, der Spaß, die Freude am Auflegen eines Albums ist eine geringe. Der geneigte Hörer, ich im konkreten Fall, hat keine Lust, einem Haufen Absolventen der lokalen Musikhochschule beim Üben zuzuhören.

Wie es anders gehen kann zeigen fünf Mittelfranken mit ihrem im Selbstvertrieb erscheinenden Debüt "Swamp Of Human Chasms". Gegründet 2009 durfte man bereits im Jahr darauf den deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorie beste Hard'n'Heavy-Band sowie als beste Progressive-Band mit nach Hause nehmen.

Vier Tracks auf beinahe 25 Minuten und in einer Art und Weise, wie sie im Progressivbereich selten vorkommt bilden dieses Debüt. Hier wird zwar nicht mit musikalischen Feinheiten gegeizt, aber zuerst geht’s hier mal ans Songwriting. Und die Gesangslinien werden von Martin Pirner auf's Großartigste veredelt. Völlig eigenständig, rau, melodisch und fernab der Höhenrekorde vieler anderer Sänger im Revier sticht er als erster hervor.

Die Instrumentalteile geraten nicht zum Selbstzweck, werden aber trotzdem auf hohem Niveau in die Songs integriert. Und von den Jungs fällt technisch keiner ab. Natürlich möchte man meinen, aber es wird hier im Songwriting so sehr auf das Arrangement zuerst geachtet, dass viele gefinkelte Teile erst beim wiederholten Hören ihren wahren Charakter und ihre Größe entfalten.
Die Produktion ist angenehm heavy, die Keyboards präsent, aber nicht zu weit im Vordergrund.

Die großen Gewinner hier sind dann die Songs. Vielfältig, eigentlich nicht wirklich mit anderen Bands zu vergleichen. Ausufernd, höchst melodisch und immer wieder neue Details entfaltend.

So kann progressive Musik Spaß machen, unterhalten und dennoch fordernd sein. Ein lustvolles Zwingen zum Entdecken der vielen Schichten die sich in den vier Songs übereinander legen. Ein lohnendes Arbeiten am Entdecken dieses Werkes.

Ganz starkes Debüt - ich harre voller Erwartungen der Dinge, die da kommen mögen.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Christian Wiederwald (06. August 2012)

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