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:: MONUMENTS - Gnosis (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 4.0 Points
VÖ Datum: 24. August 2012
Genre: Progressive Metal
Label: Century Media
Info: MONUMENTS
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Trackliste...
1. Admit Defeat
2. Degenerate
3. Doxa
4. The Uncollective
5. Blue Sky Thinking
6. 97% Static
7. Empty Vessels Make The Most Noise
8. Regenerate
9. Denial

Line Up
John Browne - Guitar
Olly Steele - Guitar
Adam Swan - Bass
Mike Malyan - Drums
Matt Rose - Vocals
Review...
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PERIPHERY, TESSERACT, ANIMALS AS LEADERS. Alles Bands, die in den letzten 2 bis 3 Jahren zu mehr oder weniger bekannten Acts der Progressive Metal Szene herangewachsen sind und sich gemeinsam einen Begriff teilen: Djent. Von vielen als pseudo-hippes Modewort verpönt, von anderen als neues Subgenre anerkannt. So oder so zur Zeit in vielerlei Munde und sogar Hauptthema diverser Websites (got-djent.com) oder ganzen Festivals (Euroblast Festival) und somit etwas, vor dem man als Insider der Progressive Metal Szene definitiv nicht mehr die Augen und Ohren verschließen sollte. Welche musikalischen Aspekte durch Djent vereint werden, ist besser zu hören als in Worte zu fassen, aber grob gesagt geht es um komplizierte Rhythmik, bei der konzentriertes Mitzählen oft oberste Priorität ist, und einen ganz speziellen, tiefen Gitarren-Sound, für den die Band MESHUGGAH als Vorbild gilt. Oftmals wird dies mit elektronischen oder atmosphärischen Klangelementen verfeinert, wodurch diese Musik meist deutlich melodischer ausfällt als bei MESHUGGAH, vor allem weil nicht selten klarer Gesang Verwendung findet. So entstehen auf dieser Grundlage zur Zeit unzählige neue Bands, die dementsprechend oft nur wenig Innovation zeigen können und zu einem mittlerweile zerkochten Einheitsbrei verkommen. Reihen sich MONUMENTS mit ihrem Debut „Gnosis“ nun stillschweigend ein und gehen in diesem faden Eintopf unter?

Schwer zu sagen. Zu Beginn des Openers „Admit Defeat“ erinnert das ganze sofort stark an das Debut der Briten von TESSERACT, die in das präzise Rhythmus-Geschredder gekonnt atmosphärisch wirkende, unverzerrte Gitarren-Pickings mit einer Menge Hall einbauten und so zu dieser Zeit (2011) noch einen sehr individuellen Klang erzeugten. Der Gedanke, dass dieses gut funktionierende Konzept von MONUMENTS schlicht abgekupfert wird, verlässt einem auch während des weiteren Verlaufs der Platte nicht so ganz. Nur scheint das Londoner Quintett von MONUMENTS etwas weniger zart besaitet zu sein und stellt härter klingende Rhythmus-Gitarren in den Vordergrund, um auf diese Weise eine aggressivere Wirkung zu erzielen. Unterstützt wird dies von den krächzenden Shouts von Matt Rose, an die man sich erst vorsichtig heran tasten muss, bis man sich an deren bizarren Klang gewöhnt und sie tatsächlich als passend akzeptiert werden können. Glücklicherweise werden diese auch in jedem Song oft genug durch seinen sehr soliden, klaren Gesang unterbrochen, wodurch etwas Anspannung vom Hörer abfällt, sofern das durch die sehr komplizierte Rhythmik überhaupt möglich ist. Im letzten Track „Denial“ wird Rose dann noch vom Gesangstalent Spencer Sotelo von PERIPHERY unterstützt, der ihm zwar leicht die Show stiehlt, ihn aber nicht komplett links liegen lässt und sich sehr gut in die Musik einbindet. Trotzdem verstärkt dieser Aspekt das sich sehr breit machende Gefühl, dass man das, was auf „Gnosis“ passiert, momentan von vielen anderen Interpreten in ähnlicher Form bereits zu bieten bekommt. Dabei ist es jedoch nicht ganz leicht einzuschätzen, ob MONUMENTS mit ihrer Instrumental-EP „We Are The Foundation“ 2010 vielleicht auch selbst schon als Vorbild für andere Bands herhalten konnten.

Jedenfalls überrascht „Gnosis“ nicht wirklich mit musikalischen Ideen, die man noch nicht gehört hat. Dennoch sollte dies nicht der Anspruch sein, der über die Qualität dieses Albums entscheidet. So sind die neun Songs zu jeder Zeit in sich sehr stimmig und werden zu komplexen Machwerken, deren feine Details in Rhythmik, Harmonik und Melodik erst nach mehrmaligem Hören langsam erfasst werden können. In Sachen Abwechslung und eingängigen Refrains können die Jungs von den etwas erfolgreicheren Kollegen zwar noch etwas lernen, aber eigentlich sollte jeder, der mit den oben genannten Bands etwas anfangen kann oder sich eventuell schon als Djent-Fan bezeichnet, „Gnosis“ problemlos genießen können, da sich die Platte zu keiner Zeit grobe Schnitzer erlaubt und einfach durchgehend super klingt.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: Marco Frieborg (27. August 2012)

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