Rhapsody of Fire

:: Blind Guardian - A Twist In The Myth (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: 2.8 Points
VÖ Datum: 1. September 2006
Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast
Info: Blind Guardian Homepage
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Trackliste...
1. This will never end
2. Otherland
3. Turn the page
4. Fly
5. Carry the blessed home
6. Another stranger me
7. Straight through the mirror
8. Lionheart
9. Skalds and shadows
10. The edge
11. The new order
12. Dead sound of misery

Line Up
Vocals: Hansi Kürsch
Guitars: André Olbrich
Guitars: Marcus Siepen
Drums: Frederik Ehmke

Guests
Bass: Oliver Holzwarth
Keyboards: Matthias Wiesner
Review...
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Meiner Einschätzung nach sind BG einer der wenigen immer noch originellen Vertreter des Dungeon & Dragons Genres. Das neue Album ist das erste Studioalbum nach fast viereinhalb Jahren und wurde dementsprechend mit Spannung erwartet. Immerhin hatte die Band den ersten Linup-Wechsel seit 20 Jahren zu verdauen und man fragte sich wie der Drummer-Newcomer Frederik Ehmke den Band-Sound beeinflussen würde.

Bei den Fans kam die erste Single-Auskopplung „Fly“ mit dem eher modernen Sound und Arrangement zwiespältig an, so mancher warf den „Gardinen“ vor, sie würden sich in Richtung Kommerz orientieren. Die Nummer ist tatsächlich nicht unbedingt ein Highlight des Albums und auch kein klassischer Song der blinden Gärtner (ok, genug Wort gespielt). Doch der Song ist nicht repräsentativ für das Album, das eingängige Prog-angehauchte Power Metal Songs bietet, mit den üblichen BG Zutaten, wie Chören, Double Bass Gewitter und der typischen Stimme, an der wir Blind Guardian blind erkennen.

Der Opener enttäuscht anfangs ein wenig, klingt nach ausgetretenen Pfaden und nicht sehr inspiriert, aber mit gutem Refrain und einigen spannenden Changes – nach mehrfachen Hören merkt man erst, dass in der Nummer doch einiges steckt. Das darauf folgende Otherland überzeugt dann auf der ganzen Linie, es ist ein reichlich progressiven Elementen und einem hymnischen Refrain. Die Tracks 3 und 4 sind ok, aber nicht unbedingt brillant, Das Album geht jetzt etwas ins Mittelmaß. Tiefpunkt ist die Ballade „Carry The Blessed Home“. Bontempi Keyboard Sound plätschert unangenehm und langweilig dahin, besser überspringen!

„Another Stranger Than Me“ geht dann Gott sei dank wieder schneller los, klingt ein wenig nach Maiden, geht gut ins Ohr und hat eine ansprechende Melodie, vielleicht ein wenig kommerziell. Auf dem Niveau geht es weiter bis zu „Skalds & Shadows“, ein mittelalterlich anmutendes Zwischenspiel mit alten Instrumenten und getragenem Barden-Gesang. Hat was, aber auch nicht ganz neu.

„The edge“ und „The New Order“ beenden das Album würdig, sehr stimmungsvolle Songs mit progressiven Ecken und Kanten.

Fazit A Twist Of Myth ist ein würdiges Album für eine Band, die so manchen Meilenstein in ihrer 20 jährigen Karriere geliefert hat. Die Songs sind großteils eingängig, bleiben aber durch zahlreiche progressive Elemente trotzdem abwechslungsreich. Schwächen gibt es mitunter im Songwriting, insbesondere die unangenehm klingende Ballade ("Carry …"). Das Album wird sich also nicht in die Klassiker der Band einreihen, enttäuscht aber nicht auf voller Linie.

Wie immer gibt es sehr unterschiedliche Statements von Fans, die einen sind enttäuscht von den kommerziellen Einflüssen und vermissen Speed und Härte, andere freuen sich über die Progressivität. Es lohnt sich also, sich ein eigenes Bild zu machen und als Fan kannst Du getrost zugreifen, wenn Du Dich dem Album ohne überzogene Erwartungen annäherst.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: mg (08. September 2006)

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