Satan's Host - Virgin Sails

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VÖ: 19.11.2013
Bandinfo: Satan's Host
Genre: Heavy Metal
Label: Moribund Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Gerade wenn es um neues Material ging, hatte ich mit SATAN’S HOST bislang so meine lieben Probleme – Das de-facto-Comeback-Album „By The Hands Of The Devil“ aus dem Jahr 2011 wurde nur durch die außerirdische Gesangsarbeit eines gewissen Leviathan Thisiren halbwegs gerettet. Dass der Kerl nebenbei als Harry "The Tyrant " Conklin auch JAG PANZER zur absoluten Wundertüte umfunktionierte, sei nur am Rande erwähnt. Beim neuen Output „Virgin Sails“ ist jedoch vieles anders, die SATAN’S HOST-Songs funktionieren im satanisch-bösen Kontext wieder, der grimmige, knapp acht Minuten dauernde Einstieg mit „Cor Malifecus - Heart Of Evil“ kratzt gar am Weltklasse-Niveau!

Aber auch der Rest des mit über 55 Minuten wieder üppig bestückten Rundlings weiß deutlich mehr zu gefallen als der direkte Vorgänger. Die Texte sind natürlich nach wie vor voll schwarzer Magie, satanischer Verse und okkulten Dingens, all dies in höchster Perfektion und bei Zeiten wirklich atemberaubend vorgetragen von einem der allerbesten Metal-Sänger auf diesem Erdball. Das Instrumentale-Grundgerüst baut neben der tighten Rhythmus-Fraktion vor allem Gitarrist Patrick Evil zusammen und in Summe ergibt dies eines der US-Metal-Highlights des hiesigen Jahres.

Auch wenn tendenziell der Speed ein wenig rausgenommen wurde (Annäherung an den Blastbeat hat eigentlich nur „Infinite Impossibilities“ im Programm), geizen die Satansbrüder nicht mit gediegenem US-Stahl und obendrein schießen SATAN’S HOST mit dem epischen, vom instrumentalen Interlude „Taromati“ eingeleiteten, fast acht Minuten dauernden Titeltrack endgültig den Vogel ab. Ein Tyrant in absoluter Bestform und eine okkult-angehauchte Epic-Metal-Bestleistung lassen „Virgin Sails“ mehr als achtsam ausklingen.

Nebst weit besserem Songwriting setze man im Hause SATAN’S HOST ansonsten aber eher auf Kontinuität: Das Label (Die US-Underground-Kultschmiede Morribound Records), der Produzent (Dave Otero) und auch der Artworker (Joe Petagno – u.a. der Erfinder des Snaggeltooths von MOTÖRHEAD) sind dieselben wie schon auf „By The Hands Of The Devil“. Allein die Umsetzung ist diesmal um mindestens eine Windstärke besser ausgefallen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (28.11.2013)

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