SALEM - Forgotten Dreams

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VÖ: 06.12.2013
Bandinfo: SALEM
Genre: AOR
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Hoppla, was ist das?! Da fällt einfach so ein kleines Schätzchen vom Himmel, von einer Band die bereits einiges mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat? Als SALEM ihr erstes Demo veröffentlichten, ward die Verfasserin dieser Zeilen gerade einmal gegen ihren Willen in diese Welt geworfen worden! Dennoch liegt mit "Forgotten Dreams" das erste 'echte' Album der Engländer vor (2010 veröffentlichte man die Demos gesammelt unter dem Titel "In The Beginning"), und das hat es in sich. Eine absolut unverständliche Verschwendung, dass diese Band volle drei Dekaden ohne Veröffentlichung herumdümpeln musste...

Als Genre für diese Veröffentlichung ist NWOBHM angegeben, doch das kann man so nur bedingt gelten lassen. SALEM haben wohl ihre Wurzeln im NWOBHM, was man auch beim Opener "Forgotten Dreams" und dem flotteren an IRON MAIDEN erinnernden "Reach To Eternity" merkt, dennoch liegt das Hauptgewicht des Albums vielmehr im Bereich AOR. Das beweisen Titel wie "High Stakes" dessen orientalisch anmutendes Riff sich im Gehörgang nachhaltig festfräst, und dem Mitsing-Stück "The Best Is Yet To Come".

Die Kompositionen der Briten präsentieren sich ausgefeilt und abwechslungsreich, und lassen trotz der Nähe zu Größen wie WHITESNAKE ("This Heart Is Mine") und BLACK SABBATH ("Ask The Lonely") kein Bißchen Eigenständigkeit vermissen. Kraftvolle Gitarren, doppelläufige Leads und grooviges Bassspiel verbinden sich zu einem aussagekräftigen, gut produzierten Sound - lediglich der Schlagzeugsound hätte fetter ausfallen können. Sehr schön gesetzt sind auch die einzigen Keyboardakzente des Albums, in dem epischen Stück "Break The Chains".

Abschließend kann man über "Forgotten Dreams" kaum ein schlechtes Wort verlieren, nicht einmal die nicht immer ganz saubere Produktion kann man bekriteln, da sie den Charme des Albums mitträgt. Und da wären wir auch schon beim Punkt: klarerweise ist das kein Meilenstein in der Geschichte der harten Musik, aber der Ausflug in vergangene aber noch immer gefeierte Zeiten macht einfach Laune - und genau SO und nicht anders soll es ja auch sein! Also, rein in Lederhose, Kutte und Patronengurt, Bier in die Hand und die Pommesgabel gen Himmel - bei der Musikuntermalung macht das Leben Spaß!

Anspieltipps: "High Stakes", "This Heart Is Mine", "Reach To Eternity"



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (02.12.2013)

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