DARK FUNERAL - Diabolis Interium (ReRelease 2013)

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VÖ: 22.11.2013
Bandinfo: DARK FUNERAL
Genre: Black Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Nach dem bereits besprochenen Re-Release des 2005er "Attera Totus Sanctus"-Album läßt die neue Plattenfirma von DARK FUNERAL noch weitere Biester von der Leine. Nach den Frühwerken darf - neben dem letzten Album "Angelus Exuro Pro Eternum" auch “Diabolis Interium” (2001) seine Verwüstungsspuren noch einmal über die Lande ziehen. Völlig entfesselt überzieht das Album den Hörer mit seiner wüsten, aber dennoch majestätisch anmutenden Schwarzkunst, dieser packenden Symbiose aus Melodie und Geblaste in schierer Reinkultur, welche zwar Puristen die Nase rümpfen läßt, aber die Band so richtig groß gemacht hat. Die "Dicke-Hose"-Produktion in den Abyss Studios verstärkt diesen wechselseitigen Effekt noch zusätzlich.

Das dritte Album aus der schwedischen Black Metal-Schmiede ist schnell gezockter "Mainstream"-Black Metal, der allerdings immer noch über die nötige Attitüde verfügt und auch Metal-Normalhörer in die abgründigen Schlünde des Black Metal zu ziehen vermochte. “Diabolis Interium” kommt inklusive der Jahrs zuvor veröffentlichten "Teach Children To Worship Satan"-Mini-CD, über Sinn und Wertigkeit der darauf gezockten Coverversionen darf wie immer diskutiert werden. "The Trial" funktioniert recht gut, weil der KING auf seiner Version auch nicht immens dauerquietscht, SLAYER geht sowieso immer, "Remember The Fallen" sägt feist, am besten gefällt mir MAYHEM´s "Pagan Fears" von "De Mysteriis Dom Sathanas", was wohl an der stilistischen Nähe liegen mag.

Fakt ist jedenfalls, dass der seinerzeit just eingestiegene DEFLESHED-Trommler Matte Modin (aktuell bei SKINEATER eine wahre Dreschorgie entfesselt und neben den drei soundtechnisch ansprechenden Livetracks (vom "De Profundis Clamavi Ad Te Domine"-Livealbum) auch sonst für die übliche Wiederveröffentlichungs-Rundumverpflegung (Linernotes, Fotos etc.) gesorgt wurde. Der remastererte Sound verleiht dem Album einen Tick mehr soundtechnische Tiefe und Volumen. Kein Nachteil, sofern man nicht zu den oben genannten Hardcore-Undergroundlern gehört. Die Huldigungen an den Gehörnten vermögen damals wie heute wohl zu munden, "The Arrival Of Satans Empire" und "Thus I Have Spoken" sind bis heute gern gesehene Gäste in den Livesets, an Glanztaten und Abrißbirnen wie "Hail Murder" oder "An Apprentice Of Satan" (zu hören in zwei verschiedenen Versionen) führt ohnehin kein Weg vorbei, für Staunen inmitten des Soundgemetzels sorgt der Stampfer „Goddess Of Sodomy“. Dieses Album ist ein echtes Highlight in der Diskografie der Schweden, das hier seine wiederholte Auferstehung feiert.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (12.01.2014)

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