BLACKFINGER - Blackfinger

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VÖ: 31.01.2014
Bandinfo: BLACKFINGER
Genre: Doom Metal
Label: The Church Within Records
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Lineup  |  Trackliste

Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass Eric Wagner der einzig wahre TROUBLE-Sänger ist. Das Live-Experiment mit dem exzentrischen Kory Clarke wollte meiner Meinung nie so richtig passen und auch wenn die letzte TROUBLE-Veröffentlichung „The Distortion Field“, mit ex-EXHORDER-Fronter Kyle Thomas on Vocals, gerade in der ersten Hälfte vollends überzeugen konnte. Dennoch, auch wenn ich mich wiederhole: Eric Wagner ist und bleibt der einzig wahre TROUBLE-Sänger – Punkt und Aus!

Da der Kerl aber mit seinen ex-Bandkollegen nicht mehr konnte bzw. nicht mehr wollte, kommen wir nun in den Genuss seiner neuen Combo, die sich da ganz unspektakulär BLACKFINGER getauft hat und neben Wagner aus Freunden des lokalen Undergrounds in Chicago bestehen.. Alle, denen „Simple Mind Condition“, das letzte TROUBLE-Werk mit Wagner on Vocals, ans Herz gewachsen ist, werden „Blackfinger“ abgöttisch lieben. Obschon erwähnt werden muss, dass Wagner mit seiner neuen Band musikalisch doch deutlich breiter aufgestellt ist. Natürlich bekommen wir auch hier die typischen TROUBLE-Trademarks zu hören. „Why God?“, „Here Comes The Rain“ oder „My Many Colored Days“ hätten auch auf „Manic Frustration“ eine superbe Figur gemacht und das SABBATH-lastige „Yellowwood“ geht in der Discografie von TROUBLE gar noch viel weiter zurück.

Wagner ist aber immer dann wirklich großartig, wenn er sich vom Doom loslöst und die sphärischen Klänge von PINK FLOYD anschneidet oder gar die Erhabenheit der BEATLES würdigt. In diesen Phasen peilt der Maestro auch sein Organ deutlich tiefer, was nicht selten wie eine durch und durch starke light-Version von PETER STEELE zu klingen scheint. In „As long As I`m With You“ zum Beispiel, welches obendrein noch mit dieser DONOVAN-Leichtigkeit ausstaffiert wurde, kommt dies so richtig wunderbar zum Tragen.

Manchmal verzichten BLACKFINGER nahezu gänzlich auf Stromgitarren („Keep Falling Down“) oder entführen uns ins träumerisch-leichtfältige Klanggebilde (das an PINK FLOYD-Großtaten erinnernde „For One More Day“), nur um uns sofort danach wieder zweimal die TROUBLE-inspirierte-Doom-Keule um die Ohren zu schwingen.

Beeindruckend, was Eric Wagner da so vollbracht hat, definitiv auf Augenhöhe mit seiner ex-Band und im Vergleich zu deren letzten Output „The Distortion Field“ sogar eine Nasenlänger voraus. Nicht nur für Doom-Headz interessant. There Is Life After TROUBLE!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (26.01.2014)

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