Kill Ritual - The Eyes Of Medusa

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VÖ: 04.04.2014
Bandinfo: Kill Ritual
Genre: US Power Metal
Label: Golden Core / Zyx
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Gitarrist Steven Rice hatte schon mit IMAGIKA diese ureigene Verschmelzung aus US-Metal und thrashigen Attitüden in vorzüglicher Art und Weise zusammengezimmert. Sowohl „Feast For The Hated“, als auch „Portrait Of A Hanged Man“ waren Klasse-Alben und spiegelten dieses subtile Kokettieren zwischen einem Thrash-Donnerwetter und reinrassigen US-Metal wieder. Einen verdammt großen Anteil am Erfolg von IMAGIKA hatte sicher auch Sänger Norman Skinner, der zum Leidwesen vieler im September 2010 seinen Ausstieg bekannt gab und ein paar Monate später warf auch Steven Rice frustriert das Handtuch um sich fortan „anderen“ Aufgaben zu widmen.

Diese „andere“ Aufgabe nennt sich KILL RITUAL und zeigt Rice zusammen mit ex-DARK ANGEL-Bassist Danyael Williams, ex-BRAIN DAMAGE-Drummer Gee Anzalone und ex-RAWK CANDY, SEVEN DAYS STRAIGHT-Sänger Josh Gibson das Erbe von IMAGIKA fortführen. Natürlich ist KILL RITUAL alleine von der Besetzung her schon nicht zu 100% mit IMAGIKA zu vergleichen, aber das doch irgendwie ureigene Songwriting von Rice blitzt hier an allen Ecken und Enden hervor. Davon zeugte nicht nur das über Scarlet Records veröffentlichte Debüt-Album „The Serpentine Ritual“ (2012), sondern natürlich auch der zweite Streich namens „The Eyes Of Medusa“, welcher uns von den hyper-sympathischen ROCK’N‘GROWL-Leuten zur Rezension überreicht wurde.

Zu allererst fällt gleich mal die Hammer-Produktion auf, da vertraute Rice – wie schon zu IMAGIKA-Zeiten – auf die magischen Hände von Andy LaRocque und auch Artwork-technisch gefällt das von Jobert Mello (Sledgehammer Graphix) entworfene Medusa-Motiv. Aber dies sind alles nur Rahmenbedingungen, was schlussendlich zählt ist die Musik, aber um ehrlich zu sein, bei einem Steven Rice hatte ich da von vornherein wenig bis gar keine Sorgen:

Der Saitenhexer zieht auch mit KILL RITUAL alle Register seines Könnens, Melodien wohin man nur schaut, der Thrash-Anteil wurde wie schon beim letzten IMAGIKA-Album „Portrait Of A Hanged Man“ dezent nach hinten verfrachtet und es ist unablässig ob KILL RITUAL die PRIEST-Ära hochhalten („Hair Trigger“), sich VICIOUS RUMORS als Vorbild nehmen („Ride Into The Night“), ein wenig bei MEGADETH abschauen („Writing On The Wall“), sich Intro-technisch bei QUEENSRYCHE bedienen („Just Another Sin“) oder gar hinter vorgehaltener Hand, sehr subtil, aber hörbar GUNS’N’ROSES-Vibes verarbeiten wie in „My Little Sister“.

„The Eyes Of Medusa“ ist der erneute Beweis, dass Steven Rice ein höchst talentierter Songwriter ist und es bleibt zu hoffen, dass diese Truppe auch in Europa Tour-technisch vorstellig wird. There Is Life After IMAGIKA.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (24.03.2014)

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