CRUIZZEN - Free Ride

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VÖ: 05.12.2014
Bandinfo: Cruizzen
Genre: Hard Rock
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

CRUIZZEN... "Hard Rock'n'Roll" aus Bayern.

So. Und mit dieser Aussage steht man da und überlegt: "Was wird das denn?"
Dann hört man rein in das Album mit dem Titel "Free Ride". Hört den ersten Song. Glaubt es nicht.
Schnappt sich das Ding, um sicher zu gehen, dass man auch wirklich die richtige Scheibe hat.
Ja. Stimmt. Nix anderes da.
Wieder rein.
Na, echt jetzt? Das ist doch nicht Bayern! Das ist AC/DC aus Downunder!

Neee - doch nicht AC/DC.
Aber man muss schon wirklich sehr gut hinhören bzw. halt andere Songs hören als die ersten, damit man vom AC/DC-Denken weg kommt.

Anders rum: Das Quintett aus dem Nachbarland spielt schon seit Jahren lupenreinen Rock'n'Roll mit eingängigen Riffs und ur-klassichem Rock-Rhythmus wie in den 80er/90er Jahren. Das alleine würde aber noch nicht AC/DC bedeuten. Das passiert erst, sobald Alex Mayer zu singen anfängt. Also diese raue, whiskeygetränkte Stimme (ich zitier das aus dem Promo-Text - selbst würde ich das nicht wagen zu schreiben) ist so nahe an Brian Johnson, wie ich noch keinen anderen gehört habe. Kann natürlich sein, dass die 1:1 Kopie nicht überall ankommt. Ich finde es genial, wenn Songs wie "Soundmaker" oder "Crazy Dayzz" 99 % nach dem Klassiker aus Känguru-Land klingen. Alex kann aber auch anders. Bei "Straight Down Dirt" hört man fast ein wenig ACCEPT bzw. U.D.O. raus. "It's Over" erinnert ganz stark an GUNS'N'ROSES.

Songs, die unter den 13 Tracks des Albums sonst noch auffallen, sind "Touch of Evil", das zuerst mal nur mit Bass und Drums beginnt und recht "normal" gesungen wird. Die Melodie ist zur Abwechslung nicht ganz so rockig, aber das ein wenig getragene und daher melancholisch wirkende Stück gefällt in seiner Gesamtheit. "Trouble" hat auch was - es klingt ein wenig düster und hat einen stampfenden Rhythmus, der einen sofort mitnimmt. Zum Schluss geht "Time" wieder weg von den AC/DC-Vocals und ist ein ursprünglicher Rock-Song.

Fazit: Ein fetziges, rockiges, "old-school" Album, das die fünf "Hard Rock'n'Roller" von CRUIZZEN hier vorlegen. Wärmstens allen empfohlen, die mal AC/DC ohne AC/DC hören wollen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (10.12.2014)

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