Satan's Host - Pre-Dating God Part 1

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VÖ: 20.01.2015
Bandinfo: Satan's Host
Genre: Heavy Metal
Label: Moribund Records
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Lineup  |  Trackliste

Neues Material gibt es von den Underground-Heroen von SATAN'S HOST, die mit ihrem 80er-Album "Metal From Hell" so etwas wie Kultstatus erreicht hatten. Nach langer Pause ohne offiziellen Release hatten sich die US-Amerikaner 2011 mit "By The Hands Of The Devil" recht achtbar zurückgemeldet, und präsentieren nun nach ihrem letzten Output 2013 wieder neues Material. Nach der randvollen "Virgin Sails" kommen die Amis dieses Mal gleich mit zwei vollwertigen Alben um die Ecke die separat, doch gleichzeitig veröffentlicht werden.

"Pre-Dating God Part 1" spielt knappe 42 Minuten und umfasst sieben Songs, inklusive einem Bonustrack. Die Amis bieten, für die die sie noch nicht kennen, eine interessante Mischung zwischen Black-Anleihen, einer Prise Thrash und einem großen Happen US-Powermetal. Noch nie gehört Sowas? Dann solltet ihr bei SATAN'S Host durchaus einmal ein Ohr riskieren, denn die Herren können einen ziemlich eigenständigen Sound für sich verbuchen, der seine Wirkung in Verbindung mit ausladenden, stellenweise ein klein wenig progressiven Strukturen entfaltet. Textlich gibt es keine großen Überraschungen, es dominieren die, man ist fast versucht zu sagen, typischen okkulten Themen von Satanismus und schwarzer Magie.

Vor allem auf dem fast sieben Minuten zählenden "Embers Of Will" zeigt sich die musikalische Mischung sehr schön, der Titel wirkt trotz seiner Länge weder zäh, noch wird er langweilig. Die Instrumentalfraktion, allen voran Gitarrist Patrick Evil, darf sich auf dem Titeltrack "Pre-Dating God" so richtig austoben, und lässt pfeilschnelles Geshredder in Perfektion aus den Boxen schießen. "Greed, Lust, Hate, War" nimmt das Tempo partiell ein wenig heraus, und überzeugt mit seinen Wechseln zwischen zähem, stampfenden Riffing und pfeilschnellen Blastbeat-Passagen. Über dem ausladenden musikalischen Konstrukt thronend überzeugt Sänger Leviathan Thisiren (aka Harry "The Tyrant " Conklin von JAG PANZER) mit wandelbarer gesanglicher Intonation, und verhilft damit dem Titel zu einem der Highlights des Albums. Ebenfalls vom überwältigenden Gesang lebt der Bonussong der Scheibe, das GRIM REAPER-Cover "See You In Hell", das mehr als nur überzeugend ausgefallen ist.

Mit seinem im Vergleich zu "Pre-Dating God Part 2" etwas höheren Anteil an traditionellem Powermetal amerikanischer Herkunft, dürfte "Pre-Dating God Part 1" ein Stück weit leichter verdaulich sein als das Schwesternepos. Trotz Länge, Tempowechseln und ausladenden Strukturen bleibt das Songmaterial straight, und die sägenden Gitarren fräsen sich unerbittlich in den Gehörgang. Auch produktionstechnisch hat man sich nicht lumpen lassen, und dem Scheibchen einen ordentlich fetten Sound geklöppelt, der auf voller Lautstärke aufgerissen ohne weiteres dazu taugt die Schlagerkonsumierende Nachbarschaft zu terrorisieren. Da kann man so gar nicht meckern, und den Daumen erfreut nach oben recken.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (17.01.2015)

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