Wake The Nations - Sign Of Heart

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VÖ: 30.01.2015
Bandinfo: WAKE THE NATIONS
Genre: Rock
Label: Inverse Records
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Lineup  |  Trackliste

Eigentlich wollte Risto Tuominen (HUMAN TEMPLE, VILLA SUCKA) ein Solo-Album mit eigenem Material aufnehmen. Als er jedoch mit einigen Musiker-Kollegen an den Songs arbeitete, gingen die Ideen in eine andere Richtung und wurden immer ambitionierter. Der Gedanke der WAKE THE NATIONS Band nahm somit Gestalt an.

Als schließlich mehrere Songs beisammen waren und am Fine-Tuning gearbeitet wurde, wagte Tuominen aber dann doch nicht, selbst zu singen. Also machte er sich auf die Suche nach mehreren Kandidaten und schließlich lieferten gleich fünf unterschiedliche Sänger und eine Sängerin ihren Beitrag zum Album „Sign Of Heart“. Nur beim letzten Song des Albums „Who am I“ sang Tuominen selbst.

Die primäre stilistische Ausrichtung ist Rock, vor allem der Rock der 80er Jahre, den JOURNEY, TOTO und andere Bands der damaligen Zeit spielten. Die unterschiedlichen Vocals bei den einzelnen Songs führen jedoch dazu, dass auch noch an anderen Stilen gekratzt wird.

Der Opener „Fairytale Romance“ ist ein toller Melodic Rock Song, ganz im Stil der 80 gespielt und gesungen. Krister Stenbom hat auch eine wirklich gute Stimme für diese Richtung. Sein zweites Lied „So Broken“ ist ebenfalls in Richtung AOR und bringt melodiöse Gitarren und lässige Hooks. Die Backing-Vocals beim Refrain kann man gleich mitsingen und insgesamt hinterlässt der Song einen fröhlichen, fetzigen Eindruck, obwohl der Text das eigentlich nicht ist.

Der finnische Metal-Sänger Taage Laiho übernimmt das Stück „The Touch of Your Hand“. Einfach ein alltagstauglicher Rocksong. Estef Martinez, die einzige Dame unter den Gastsängern, steuert ihre Stimme bei für „All I Want“ und „Sea Of Emptiness“ bei. Kann sein, dass man speziell für sie die softesten Stücke rausgesucht hat. Jedenfalls haben ihre Songs bereits ein wenig Pop-Einschlag, der vor allem aufgrund der Keyboards rüberkommt. „Love Distracts the Senses“ wird von Janne Hurme gesungen, einem weiteren finnischen Metal Sänger, dessen Stimme hier mit soften Keyboardklängen und klaren, einfachen Riffs harmoniert. Ein softer, schöner Song, den man gerne wieder anhört. Genauso seine zweite Nummer „Until the End of Time“, die aber ein wenig mehr Biss hat, weil die Gitarren ihre Riffs knackiger rüber bringen.

Dado Topic, der kroatische Top-Sänger, der u.a. auch schon bei einem Songcontest teilgenommen hat, singt „This Feeling“. Der Sound erinnert am Anfang fast ein wenig an EUROPE mit diesen Keyboardklängen, nur hat Topic eine völlig andere Stimme, rockig, rau und ziemlich interessant. Das Endergebnis ist ein rockig geratener Love-Song, mit netten Lyrics. „Love Leads the Way“ wird gesungen von Nils Nordling, der ebenfalls eine AOR Stimme hat und mit diesem Lied den nächsten Melodic-Rock-Song mit viel Keyboard abliefert.

Bleibt noch die Nummer 10: „Who am I“ singt Tuominen selbst. Nach dem Start mit melancholischen Riffs kommt ein akustischer Part, wo vor allem auf die Stimme Wert gelegt wird, bevor sich etwas später die E-Gitarren zum Refrain gesellen. Ab der Halbzeit ist der Song flotter und verlässt die melancholische Linie, bevor er mit einem "Who am I" endet.

Fazit: mal was anderes - die Band ist die gleiche, die Sänger wechseln von Song zu Song. Insgesamt auf der AOR / Melodic-Rock Seite mit ganz viel 80er Sound.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (26.01.2015)

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