Gorilla Monsoon - Firegod – Feeding the Beast

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VÖ: 20.03.2015
Bandinfo: Gorilla Monsoon
Genre: Doom Metal
Label: Supreme Chaos Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Stolze sieben Jahre sind seit der „Extermination Hammer“-Dreckschleuder ins Land gezogen, eine Ewigkeit, aber dem staubverhangenen, übel-riechenden Deibel sei Dank haben die Herren um Fronter Jack Sabbath nichts von ihrer ureigenen Durchschlagskraft verloren. Im Gegenteil: „Firegod – Feeding the Beast“ ist noch einmal eine Spur zwingender, besser, nachhaltiger und vor allem durchdringender als dies vor satten sieben Jahren der Fall war. Noch dazu schafft es die Meute aus Dresden samt ihrem Southern-inspired Rotz-Doom auf über einer Stunde keinen einzigen auch nur ansatzweisen Ausfall zu produzieren.

Zäh wie eh und je, mit der notwendigen Stoner-Attitüde versehen, walzen sich GORILLA MONSOON eine gute Stunde lang über die Hörerschaft hinweg und bei all dieser Erhabenheit sind GORILLA MONSOON immer dann noch großartiger, wenn sie aus gängigen Schemata ausbrechen und Gefühle zeigen. Gerade das Doppel „Law of The Riff“ und „Call of Gaia“ (Jack Sabbath macht wieder dezent einen auf Peter Steele!) stechen hier nochmal heraus und tragen dazu bei, dass „Firegod – Feeding the Beast“ das erste Stoner-Highlight des hiesigen Jahres wurde. Aber das komplette Album jetzt auf diese zwei Tracks zu reduzieren wäre natürlich unfair…

… schon der „Goatlord“ bohrt sich mit seinem unnachgiebigen Refrain hartnäckig im Oberstübchen fest. „March of the Hellrock Inc.“ pumpt dir nicht nur mit seinen Bassläufen den Magen aus, sondern trumpft ebenso wie der Opener mit einem unwiderstehlichen Refrain auf. „Hammerdown“ und „P.O.R.N.“ (Anm. des Redakteurs: he he!) sind nicht nur die kürzesten, sondern damit einhergehend auch die schnellsten Tracks des ganzen Albums geworden. „Shotgun Justice“ versprüht durch die von einer Mundharmonika veredelten Parts latente Westernstimmung, der „Firegod“ ist an Coolness und – ja auch – SABBATHness nicht zu überbieten und als Rauskicker zelebrieren die vier Jungs aus Dresden mit den „Glory Days“ nochmal Stoner-Doom mit Gänsehautfaktor!

GORILLA MONSOON legen nach ihrer Siebenschläfer-Pause ein nicht für möglich gehaltenes Wahnsinnscomeback hin, „Firegod – Feeding the Beast“ wird im hiesigen Jahr wohl nur verdammt schwer vom eher doomig-angehauchten Stoner-Thron zu verdrängen sein!

Steamrolling Southern-Doom-Metal



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Reini (11.03.2015)

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