KISKE / SOMERVILLE - City Of Heroes

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VÖ: 17.04.2015
Bandinfo: KISKE / SOMERVILLE
Genre: Melodic Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Wer hätte das gedacht? Nachdem fast viereinhalb Jahre nach dem selbstbetitelten, starken Debüt des Duos KISKE/SOMERVILLE ins Land gezogen sind, haben die beiden charismatischen Frontmenschen wieder einmal die Zeit gefunden, um dieses vielversprechende Projekt weiter voranzutreiben. War der Erstling schon ein durchaus gelungenes Melodic Metal-Album mit starkem Pop/Rock-Einschlag, führen Michael Kiske und Amanda Somerville genau diesen stilistischen Pfad auch auf ihrem neuesten Output namens "City Of Heroes" erfolgreich und konsequent fort. Diese Stimmigkeit, die dieses All Star-Projekt ausmacht, wird mit Sicherheit auch durch die perfekte Kollaboration mit den beiden PRIMAL FEAR-Machern Mat Sinner und Magnus Karlsson gewährt, die sich auch auf "City Of Heroes" wieder des gesamten Songwritings angenommen haben. Dass sie zusätzlich auch noch zu Bass und Leadgitarre greifen, steht dabei natürlich außer Frage.

Und so entwickelt sich dieses zwölf Stück starke Album zu einer richtig starken Fortsetzung des Debüts. Während Kiske stimmlich noch immer auf einem absoluten Top-Niveau angesiedelt ist, werden die Songs durch die elfengleichen Vocals von Amanda Somerville perfekt konterkariert. Daraus entsteht eine explosive Gesangsmischung, die aus so manchem Song noch zusätzlich weitere Facetten rausholen, die bei einem Sologesang nicht wirklich zum Vorschein gekommen wären. Stilistisch bewegt sich das Ganze wie erwartet in einem breiten Melodic Metal-Rahmen, der weder vor extrem kitschigen Momenten (wie bei "Ocean Of Tears"), noch vor textlichen Banalitäten ("Walk On Water") zurückschreckt. Das klingt jetzt etwas ärger, als es in Wirklichkeit ist, dessen sollte man sich aber beim Hören dieser Scheibe bewusst sein. Ansonsten fährt diese erfahrene Combo ein Feuerwerk an treibenden Riffs und eingängigen Melodiebögen auf, die sich größtenteils mehr als hören lassen können. "Breaking Neptune" überzeugt mit HELLOWEEN-artigen Tributes, der Titeltrack geht sofort ins Ohr und lässt einen nicht mehr so schnell los und auch "Rising Up" ist mehr als ein amtlicher Midtempo-Kracher der melodischen Sorte.

Vielleicht ist "City Of Heroes" an der ein oder anderen Stelle wiederum etwas zu glatt, zu poppig geraten, trotzdem findet sich in diesem Genre-Bereich aber selten ein Album, das so homogen und stimmig um die Ecke kommt. Ohne die Ecken und Kanten perfekt abzuschleifen, gelingt Kiske und Somerville - mit großem Beistand von Sinner und Karlsson - ein richtig starkes zweites Album, das Fans der eben genannten HELLOWEEN, PRIMAL FEAR, UNISONIC oder PLACE VENDOME wiederum richtig zusagen dürfte. Bei KISKE/SOMERVILLE weiß man einfach, was man hat...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (13.04.2015)

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