Infected Chaos - The Wake of Ares

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VÖ: 27.03.2015
Bandinfo: Infected Chaos
Genre: Death Metal
Label: Metal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Die Vergleiche mit DISMEMBER und/oder ENTOMBED sind natürlich immer eine gewisse Bürde, noch dazu, wenn der Promo-Zettel gar nachhaltig darauf hinzuweisen versucht. INFECTED CHAOS scheuten sich nicht diese Parallelen zu den beiden o.a. Legenden zu unterstreichen, mutig für ein Debüt-Album. Bei genauerer Betrachtung merkt man der Vereinigung aus Tiroler und Süddeutscher-Musiker aber die in der Vergangenheit gewonnen Erfahrung deutlich an. Die Gitarrenfraktion Martin/Matthias und Basser Flo waren schon bei den verblichenen CHAOSREIGN aktiv, welche 2010 über Remission Records das ebenso vor Todesmetall geradezu überquellende „Sreading Death“-Album veröffentlicht hatten.

Nach der (freiwilligen?) Selbstauflösung von CHAOSREIGN also nun INFECTED CHAOS mit zwei neuen Mitstreitern on Vocals, sowie Drums und einem ambitionierten Debütwerk, welches uns von Metal Music Austria ans Herz gelegt wurde. Auffallend gleich zu Beginn: Sowohl der fette Sound (made by Iguana-Studio in Freiburg), als auch das wirklich fantastische Artwork von JL Rey unterstreichen den professionellen Anstrich aller Beteiligten. Da darf das Songmaterial natürlich nicht nachhinken, tut es auch nicht, obschon man sich jetzt kein ins 21. Jahrhundert gebeamtes „Like An Everflowing Stream“ oder „Left Hand Path“ erwarten darf.

Aber ein verdammt starkes, traditionell verwurzeltes, dennoch weder altbacken noch zu modern klingendes Death Metal-Album. Das beweist der druckvolle Opener „Devours The Light“ schon einmal eindrucksvoll und in weiterer Folge geben sich INFECTED CHAOS kaum eine Blöße. Sicher hätte man sich vielleicht ein wenig mehr an Abwechslung wünschen können, wäre so eine richtige alles niederwalzende Hymne von Vorteil gewesen, aber das Quintett sollte mit seinem Debüt-Album selbst hartgesottene Kritiker überzeugen können. Als Hilfsmittel für dieses Unterfangen seien die Tracks „The Arson Anthem“, sowie die beiden „Hits“ „Code Of IC“ und das abschließende „The Sea Of Greif“ wohl am besten geeignet.

Checkt „The Wake of Ares“ mal via Bandcamp und zieht euch die insgesamt zwölf Tracks am besten bei ohrenbetäubender Lautstärke zu Gemüte.

A Ruthless Onrush Of Extreme Music



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (05.05.2015)

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