Diemonds - Never Wanna Die

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VÖ: 04.09.2015
Bandinfo: Diemonds
Genre: Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Üblicherweise lese ich die Unterlagen nur, die ich zu einer Band bzw. einem neuen Album bekomme und bilde mir dann selbst eine Meinung, wenn ich in das Album reinhöre. Texte aus dem Promo-Material abzutippen sind nicht mein Ding. Heute mache ich eine Ausnahme, da mir sehr gut gefällt, wie diese junge kanadische Band in den Unterlagen beschrieben wird. Ich möchte das 1:1 weitergeben und nichts ändern oder hinzufügen, weil das einfach passt: „…die DIEMONDS haben auf „Never Wanna Die“ so viel mehr im Gepäck! Meterdicke Singalongs, rotzige Punk-Attitüde und sleazige Ohrwürmer kämpfen hier um die Wette. Eben “Wild At Heart”….”

Diese Beschreibung trifft ziemlich ins Schwarze, was einem soundmäßig auf dem neuen Album des Fünfers aus Toronto erwartet. Das ist nicht nur Hard Rock, das shreddet einfach viel mehr, das ist bissig und knackig und lebt und haut ordentlich rein. Waren schon Album eins und zwei der Kanadier rockig-punkig-frech, so sind sie diesmal noch eine Spur bissiger und rockiger geworden.

“Never Wanna Die” haben Frontröhre Priya Panda und ihre Kollegen wirklich toll gemacht und umgesetzt. Ein Album wie dieses bekommt man viel zu selten auf den Tisch und es ist eine wahre Freude rein zu hören. Nicht nur musikalisch sind sie ein Leckerbissen, auch optisch haben sie was zu bieten. Leider ist das aktuelle Video zu „Over It“ nur ein Lyric-Video (siehe unten), aber man kann sich ja weitere Eindrücke bei alten Sachen holen.

Prijya liefert alles - von Klasse bis krass. Die Frau schafft es, was nur wenige weibliche Sängerinnen in dem Genre beherrschen, nämlich Rock und Metal erdig und intensiv an den Mann zu bringen. Für meinen Geschmack reiht sie sich unter Sängerinnen wie DORO oder Liv von SISTER SIN, die auf der Bühne Vollgas geben und weder sich noch dem Publikum was schenken.

Mit dem Opener „Never Wanna Die“ legt die Band gleich einen fulminanten Start mit Chorus und knackigen Riffs hin, dann übernimmt Prijya mit ihrer eindrucksvollen Stimme. Nur beim Refrain wird es gelegentlich ruhiger, aber an sich fährt das erste Stück von Anfang bis zum Ende einen ordentlichen Speed, bei dem sie, der Backingchor, sowie die Leadgitarre entsprechende Highlights setzen.

„Hell Is Full“ fetzt auch knackig rein vom ersten Takt an, wobei es ein wenig melodischer klingt, da es einiges ruhiger gesungen bzw. gespielte Stellen hat. Ganz toll der Refrain mit dem umgehend ins Ohr gehenden Text und Chorus und einem Rhythmus, der einem in die Beine fährt.

Eigentlich sind die meisten Stücke des Albums in dieser Art: Knackig-fetzig gespielt, mit superrockigen Riffs, ausdrucksstarker Lead-Gitarre, teilweise echt voran peitschenden Drums und Bass, und natürlich immer mit dem I-Tüpferl Vocals versehen. Sie fahren einem vom ersten Takt an in die Beine und ins Ohr. Die Refrains setzen sich in den Gehirnwindungen fest, sind nicht loszubekommen und fordern einen entsprechend, bei jedem Song mitzugrölen bzw. zu singen – egal, ob man es nun kann oder nicht, aber man kann echt nicht aus.
Zu diesen Songs gehören „Over It“, „Better Off Dead“, „Forever Untamed“, „Wild At Heart“, “Meet Your Maker” und “Save Your Life”.

„Ain’t That Kinda Girl” ist im Vergleich zu den stampfenden Nummern etwas langsamer und hat viel Groove im Blut, bleibt aber insgesamt im DIEMONDS-Stil. Da gibt es keine Abstriche, nur eine passende Abwechslung bei den Tracks statt einen rhythmusmäßigen Einheitsbrei.

“Secret” ist der obligatorische “Love”-Song, also soft und ruhig und zum Kerzerl anzünden. Dennoch bleibt der gewisse Biss und auch die Lyrics sind abweichend von dem, was ein Sänger bei solchen Gelegenheiten zum Besten geben würde. Wert, sich das anzuhören.

Mein Eindruck insgesamt: Die eigene Beschreibung „Heavy Hittin Hard Rock from Toronto“ tifft es genau auf den Punkt, denn DIEMOND sind wirklich vom ersten bis zum letzten Song knackig-fetzig-erdiger Kanada-Hard-Rock, sehr gut gespielt, mit einer tollen, intensiven Sängerin und musikalischem Biss quer durch das gesamte Album.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (04.09.2015)

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