Various Artists - Baden Metal Compilation Vol. III - The Griffin Has Landed

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VÖ: 00.08.2015
Genre: (stilübergreifend)
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Nach „The Rise Of The Griffin“ und „The Flight Of The Griffin“ ist der Greif nun endlich gelandet (jetzt hörst Du aber nicht auf damit Yücel oder?). Die dritte Compilation über die badische Metal-Szene, erneut in Szene gesetzt von Yücel Erol und wieder mit einer stilistischen Breite versehen, die ihresgleichen sucht. Schaut man sich die Trackliste mal genauer an, kommen auch einige bekannte Bands zum Vorschein: Die Opener LYFTHRASYR und THE PROPHECY²³ springen da gleich ins Auge, aber auch STILLBORN INC. und ZOMBIESLUT wurden auf stormbringer.at schon gefeatured.

Auffallend, dass der erste Teil der Compilation durchaus heftig-deftig geraten ist: Der Death/Black von LYFTHRASYR geht verdammt gut runter, der Pagan-Black von NACHTSCHATTEN kommt ein wenig gewöhnungsbedürftig daher, STILLBORN INC. lassen ebenso wie ZOMBIESLUT und den CONVICTORS die Deathsau raushängen, wobei Zweitgenannte mit ihrem herrlichen Old-School-Anstrich doch die Nase vorne haben, geschwindigkeitstechnisch den CONVICTORS aber keiner das Wasser reichen kann. Da auch die Melodic Death Metaller von THE LAST DAYS OF FALL und die Pagan-Horde von SKALDHEIM auf derberen Gesang setzen, dauert es bis AEGLOS um quasi normalen Gesang vernehmen zu können. Dass „Gil Galad“ dann qualitativ einen herben Rückschritt bedeutet, wollen wir nicht unerwähnt lassen.

Auch die seit zehn Jahren aktiven, tief im klassischen Heavy Metal verhangenen BATTLEMAGE können nicht wirklich für Begeisterung sorgen, dies gelingt V-HAID mit der Up-Tempo-Nummer „I Don’t Need“ deutlich besser, auch weil Sänger Holger Fehrke-Berger eine richtig fette Powerröhre sein Eigen nennt. Über THE PROPHECY²³ und den „Pit Laserbeam“ wurde beim „Untrue Like A Boss“-Review schon alles geschreiben, eindeutiges Highlight des gelandeten Greifs, dem die Death’n’Roller der RUMP SHAKING RIDER CREW aber durchaus einiges entgegenzusetzen haben.

DEIN FEUER bringen dich dann mit ihrem wenig inspirierenden, in Deutsch gesungenen SUBWAY TO SALLY-Clone-Sound wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Verdammt interessant und auch verdammt gut düst „Ending“ von BLINDFALL durch die Boxen. Der Rock/Crossover/Metal-Verschnitt mit den unter die Haut gehenden Vocals von Inga Roser klingt echt geil und auch DISTRESSED TO MARROW verstehen einen Melo-Death ohne Penetranz und (wichtig!) ohne Clean-Vocals zu zelebrieren, sollten bei knappen sieben Minuten aber in Zukunft vielleicht ein wenig eher auf den Punkt kommen. Den Abschluss der Baden Metal Compilation Vol. III bilden AIANA, die den Rezensenten über acht Minuten mit ihrem Female-Fronted-Kauderwelsch völlig verwirrt zurücklassen.

Das ist an sich einer der wenigen Kritikpunkte am landenden Greif, als Rausschmeißer muss was Nachhaltiges kommen, nicht so ein verdammt langweiliges Stück Symphonic-Goth-Dingens. Auch bei der Bandauswahl hätte ich mir ein wenig mehr an Abwechslung gewunschen, so dominiert die härtere Schiene doch sehr eindeutig, wenngleich es auch in diesem Bereich im badischen Raum wirklich potente Vertreter zu geben scheint.

Schaut mal auf Baden-Metal.de vorbei, da gibt es sämtliche Informationen wo man sich diesen durchaus empfehlenswerten Sampler, der in ein schmuckes Digipack gehüllt wurde, bestellen kann.



Ohne Bewertung
Autor: Reini (29.08.2015)

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