Judas Avenger - Same

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: JUDAS AVENGER
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Es waren einmal zwei Coverbands mit dem Namen DARK AVENGER (MANOWAR-Coverband) und JUDAS RISING, die dem Metal Gott Rob Halford und seinen Mitstreitern Tribut zollten. Nach diversen Auftritten in Finnland kam man auf die Idee, gemeinsam etwas Eigenständiges zu machen und begann an eigenen Songs zu arbeiten. Liebe Leute, ich muss euch gleich sagen, schon der Titeltrack knallt euch aus den Latschen. In bester PRIEST-Tradition und mit einem unfassbaren Rob Halford-mäßigen Gesang von Pekka Montin gelingt es den Finnen gleich mächtig zu überzeugen. Im Mittelteil kommen dann CRIMSON GLORY und US-Metal-Anleihen zum Zug, die den Song noch mal das gewisse Etwas verleihen. Sie zeigen dem Hörer schon am Anfang ganz klar, wo ihre Wurzeln liegen. Obwohl man die Einflüsse deutlich heraushört, ist dieses Album kein billiger Abklatsch, denn hierfür ist das Material einfach viel zu gut.

Weiter geht’s mit „Hell Nation“, ein speediger Nackenbrecher, der dir dann gleichfalls so richtig den Marsch bläst. Kein moderner Firlefanz, sondern ein trendfreies, knallhartes Stück, richtig aggressiv, gepaart mit einer guten Melodie. Der Song strotzt nur so von Energie, der sich niemand entziehen kann und man ertappt sich immer wieder, den Refrain in die Nacht hinauszubrüllen. JUDAS AVENGER legen ein mehr als beindruckendes Debüt vor, sie präsentieren ehrlichen Power Metal, der vor großen Momenten (man höre sich nur den Mittelteil von „Dying Wish“ an - QUEENSRYCHE lassen ordentlich grüßen) und liebevollen Details nur so strotzt. Klassische 80er-Arrangements und eingängige Melodien treffen auf ungezügelte, rasiermesserscharfe Metalriffs und ergeben eine mitreißende Mischung. Die Blastbeats und der sehr kauzige Gesang bei „Divine Darkness“ geben dir dann den Rest und lassen ein erstklassiges, erstes Lebenszeichen einer Band ausklingen, von der man sicher noch einiges erwarten kann. Fakt ist, dass diese in Eigenregie veröffentlichte EP mehr zu bieten hat, als ein Großteil der derzeitigen Veröffentlichungen. „This is real Fucking Heavy Metal“, den es zu unterstützen gilt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: manfred (04.09.2015)

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