The Inner Me - A New Horizon

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VÖ: 02.10.2015
Bandinfo: The Inner Me
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Ambitioniert, mehr als ambitioniert was der Reinhard Müller, seines Zeichens Rock- und Metal-Szeneveteran aus dem besinnlichen Laa an der Thaya in Niederösterreich, da auf die Beine gestellt hat. Zusammen mit Sänger/Texter David Stawa und Bassist  Daniel Tallamassl bekommen wir nicht nur ein ausgeklügeltes Konzeptalbum serviert, sondern auch über weite Strecken hin ein mehr als amtliches Metal-Album ganz im Stile der großen Klassiker-Bands, ohne aber auch nur eine Sekunde als Abziehbild oder gar dreister Kopist durchzugehen.

Schön ausbalanciert, erfreulicherweise die Metal-Einflüsse angenehm hoch haltend, dabei aber nie auf die rockigen Elemente verzichtend, zelebriert der bald 50-jährige Reinhard „Kotza“ Müller samt seinen beiden, doch deutlich jüngeren Mitmusikern ein zeitloses wie auch immer zu höchst eingängiges Rock-Metal-Manifest, welches noch dazu mit der Umsetzung der Konzeptstory über das tragische Leben des Schriftstellers Robert Mankovic sowohl an Tragik wie an Atmosphäre gewinnt.

Von der musikalischen Seite her grast Kotza so ziemlich alles ab, was im klassischen bis leicht thrashigen Metal so zu Hause ist. Wird es wilder, wie im eröffnenden Titelsong, hört der Rezensent leichte ANNIHILATOR-Reminiszenzen heraus, in den angenehm eingebauten ruhigeren Passagen darf man sich über leichte SCORPIONS-Annäherungen erfreuen. Herausragend hierbei ist die wirklich beeindruckende Stimme von David Stawa, der sich in allen nur erdenklichen Rock- und Metal-Gefilden pudelwohl fühlt und das schon musikalisch mehr als zufriedenstellende Album noch einmal eine Stufe höher hebt.

Einzig die „Elephants In The Sky“, welche auch ob der eingebauten Female-Vocals zu sehr in den Symphonic Metal hineintendieren, trüben ein wenig die mehr als positive Stimmung von „A New Horizon“. Schön, dass THE INNER ME dies mit dem wirklich wahnsinnig geilen Einstiegs-Tripple, sowie dem satt dahingroovenden, im Refrain schön kommerziell gehaltenen, „Breakdown“ sogleich wieder vergessen lassen.

Weitere Highlights sind sodann das mit süchtig-macher-Refrain ausstaffierte „Copkiller“, das mehr als nachdenkliche „Sentenced To Death“ und der gar schon episch-angehauchte Rausschmeißer „Of Cause And Consequence“.

Wer sich im klassisch-beeinflussten Metal pudelwohl fühlt, der wird an „A New Horizon“ seine Freude haben, für die adäquate Soundumgebung sorgte nicht nur Mastermind Müller selbst, nein ex-MEGADETH-Klampfer Glen Drover war während seiner Mastering-Arbeit für THE INNER ME derart vom vorliegenden Material überzeugt, dass er spontan auch noch ein Soli auf „A New Horizon“ übernahm – mehr Adelung der eigenen musikalischen Leistuing geht an sich gar nicht mehr.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (27.09.2015)

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