Celldweller - End Of An Empire

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VÖ: 06.11.2015
Bandinfo: Celldweller
Genre: Ambient
Label: Fixt
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Lineup  |  Trackliste

CELLDWELLER – dahinter versteckt sich KLAYTON bzw. Scott Albert, ein Multi-Instrumentalist aus New York, der mit diversen Underground-Bands und eigenen Projekten seit den frühen 90er-Jahren aktiv ist. CELLDWELLER ist sein immer wieder aktuelles Baby und recht erfolgreich in diesem Genre, bei uns aber nur wenig bekannt.

Scott Albert hat für seine Projekte schon viele Preise eingeheimst, seine Songs werden in Video-Games eingesetzt, in der Werbung oder bei Filmen. Er ist mit einem Label aktiv und plant seine eigene Bekleidungskette. Der Mann ist also nicht nur ein musikalisches Multitalent, sondern auch in anderen Bereichen aktiv und gut unterwegs.

Als One-Man-Orchester ist er bei CELLDWELLER für die Songs selbst verantwortlich, das bedeutet, er programmiert, spielt die Instrumente und singt. Der Stil deckt ein breites Spektrum ab, wobei eigentlich Rock und Metal die geringste Rolle spielen. Seine Schwerpunkte sind eher bei Industrial, Electro Rock, Alternative, Trance und Drum 'n Bass angesiedelt. Beim Singen hört man gelegentlich auch Sreams und Growls, aber das sind auch schon die einzigen Details der harten Richtung.

Insofern kann ich dieses Album dem eingefleischten Metal-Fan nicht empfehlen. Die Songs sind super gemacht, sehr rhythmisch und flott und absolut tanzbar – auf dem Dancefloor. Sie gehen ins Ohr und reißen mit – aber wohl eher die Freundin und nicht den Death Metaller. Andererseits, wenn man mal Lust auf etwas völlig Neues hat, bietet es sich an, reinzuhören. Als coole Hintergrundmusik der „normaleren“ Art ist „End Of An Empire“ auf jeden Fall geeignet und ich bin mir sicher, dass es tausende Fans dieser Stilrichtung gibt, die mit diesem Album garantiert auf ihre Kosten kommen. Aber diese Fans werden eher nicht unter den Stormbringer-Lesern zu finden sein.

Wer reinhören will, sollte etwa „Just Like You“, „Jericho“ oder „Breakout“ antesten. Diese spiegeln wieder, was man vom Album erwarten kann. In der gleichen Liga befindet sich „New Elysium“, das man sich auf YouTube anhören kann – siehe unten.

Insofern tue ich mir auch schwer, dieses Album zu bewerten. Eigentlich würde ich dafür auf jeden Fall eine vier vergeben – aber da es stilistisch gar nicht gut zu unserem Metal-Magazin passt – es ist einfach zu viel Electro, zu viel Drum 'n Bass und Trance und zu wenig Metal - werde ich die Bewertung unterlassen. Lasst euch aber deswegen nicht davon abhalten, reinzuhören.



Ohne Bewertung
Autor: Lady Cat (23.11.2015)

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