Karma To Burn - Mountain Czar

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VÖ: 26.02.2016
Bandinfo: Karma To Burn
Genre: Stoner Rock
Label: Rodeodstar Records
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Lineup  |  Trackliste

Wer die Band kennt, dem muß man das Desert/Stoner-Outfit KARMA TO BURN nicht groß näherbringen. Allen anderen sei mitgegeben, dass hier die Speerspitze des Genres am Start ist, rein instrumental agierend und mit einer Vorliebe für Zahlen, wie schon die "Namensgebung" der Songs verrät. Nach der letztjährigen Split-Single mit SONS OF ALPHA CENTAURI rollen die organischen Grooves die Abhänge der Appalachen nun zumindest wieder in EP-Länge herunter. William Mecum und seine Rhythmusfraktion führen auch das numerische Konzept mit dem auf der Single eingeführten Titel "6" fort, wie ein Blick auf die Tracklist verheißt. Leider laufen K2B wieder nur die Kurzstrecke...für einen Marathon genügt wohl die Puste nicht, sprich für einen richtigen Longplayer reicht wohl die Anzahl der qualitativ hochwertigen Songs nicht. Ohnehin ein wichtiger Aspekt, da die Songs an sich schon aufregend bleiben müssen, da kein Sänger etwaige songwriterische Schwächen kaschieren kann, wie schon im Promotext angerissen wird.

Zudem agieren K2B recht hinterfotzig, wenn man nämlich, knietief im akustischen "Sixty-Something"-Staub steckend, recht jäh aus Fatamorgana-Halluzinationen gerissen wird. "Uccidendo Un Sogno" heißt das Stück, das doch tatsächlich mit Gesang aufwartet und einen willkommenen Kontrapunkt im repetitiv-hermetischen Instrumental-Klangkosmos des Dreiers ist. Man glaubt, sich zu verhören, doch die Recherche belegt es, K2B haben tatsächlich "Runnin´ Down A Dream" von TOM PETTY gecovert, das Ganze noch in Italienisch und von einer Frau (Stefanie Savy) gesungen. Genau solche Gimmicks (wie auch das Western-Intro zu "Sixty-Three") beleben den Sound der Herren aus West Virginia (dem "Mountain State", siehe auch die EP-Titelgebung) und machen das rauchig vernebelte Konzept frisch, aufregend und unberechenbar. Gleiches gilt für das fetzige Old Shatterhand-Trapper-Artwork. Sollten die drei Herren öfter mal machen...und vor allem ihre schweren, rockigen Riffs bald wieder auf Albumlänge walzen!



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (09.03.2016)

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