NEUROGENIC - Ouroboric Stagnation

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VÖ: 00.00.2016
Bandinfo: NEUROGENIC
Genre: Brutal Death Metal
Label: Comatose Music
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Lineup  |  Trackliste

NEUROGENIC wurden im Jahr 2012 von Gitarrist Vlad Melnick ins Leben gerufen. Der Russe holte sich einige namhafte Mitglieder ins Boot, darunter das Trommelmonster Marco Pitruzzella, der auch schon für BRAIN DRILL die Felle verdrosch. Die Intention hinter der Bandgründung war laut eigenen Angaben die zerstörerischste Brutal Death Metal Band zu werden. Naja, solche große Worte gingen aber auch schon öfter nach hinten los. Lassen wir uns davon nicht blenden und drücken wir mal ganz unvoreingenommen auf Play.

Und es geht auch sofort ohne Umschweife oder irgendwelche Intros los mit dem brutalen Geballer. Doch leider kommt schon nach den ersten Sekunden der erste Kritikpunkt. Der Sound ist so dermaßen fett, sodass die Boxen selbst bei leisem Hören zu wummern anfangen und das ist echt lästig, möchte man gerade solche Musik doch richtig laut hören. Die Einflüsse in der Musik von NEUROGENIC sind schon nach den ersten Tönen auszumachen. DISGORGE und PUTRIDITY dürften wohl einen Stammplatz im Player des Komponisten inne haben. Doch sollte man mit diesen Bands eher nichts anzufangen wissen, sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn trotz aller Klospülungs-Vocals (Anm. d. Lekt.: Notiz an mich selbst, nie wieder aufm Klo lektorieren!) und typischem Sound, würzen die vier Herren ihre Musik noch mit einer technischen Note - sie garnieren ihren Brutal Death Metal mit einer Prise Frickelei im Sinne von BRAIN DRILL. Das zusammen weiß durchaus zu gefallen und hebt die Band aus dem, mittlerweile doch sehr unübersichtlichen, Dschungel an Slam Bands etwas hervor. Über die gesamte Albumdistanz nutzt sich aber auch hier Einiges etwas ab. Zum Beispiel das dauerhaft eintönige Gegurgel dürfte gerne das eine oder andere Mal etwas abwechslungsreicher gestaltet sein. Den Blasts von Herrn Pitruzzella hingegen kann man gar nicht genug lauschen, der Typ ist einfach eine präzise Maschine.

Alles in allem ist "Ouroboric Stagnation" ein unterhaltsames Brutal Death Metal Werk geworden und macht trotz kleiner Schwächen richtig Laune. Allerdings sollte man ein paar Reserve-Lautsprecher daheim haben, falls man doch nicht wiederstehen kann und die Lautstärke voll aufdreht.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Manuel Ennser (29.07.2016)

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