Twilight Force - Heroes Of Mighty Magic

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VÖ: 26.08.2016
Bandinfo: TWILIGHT FORCE
Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
Lineup  |  Trackliste

TWILIGHT FORCE starteten 2014 mit ihrem Debüt "Tales Of Ancient Prophecies" so richtig durch und machten die große weite Metalwelt auf sich aufmerksam. Schnell durften die Jungs bei diversen Acts als Support den Erdball unsicher machen und noch schneller wurde das große Label Nuclear Blast auf die Schweden aufmerksam. So wird ihr zweites Werk nun am 26. August über jenes Label erscheinen und legt einen weiteren Grundstein für eine glorreiche Zukunft. Wie schon auf dem Debüt gesellt sich auch hier Joakim Brodén (SABATON) dazu, der auf dem Titeltrack ein paar hymnische Zeilen beisteuern durfte. Und WENN man TWILIGHT FORCE mit einer Band in Verbindung bringen kann, dann sind das mit Sicherheit RHAPSODY OF FIRE. So ist es nicht verwunderlich, dass man für das zweite Werk niemand geringeren als Fabio Lione gewinnen konnte, der "There And Back Again" mit ein paar epischen Zeilen veredeln durfte. Der Grundstein für ein überdimensional fettes und epochales Werk ist also gelegt...

Bereits vorab durften Fans den Tracks "Battle Of Arcane Might" sowie "To The Stars" lauschen, die beide jeweils in bestechender Form auf den Hörer niederprasseln. Zwei überaus hymnische Uptempo Songs, die sich innerhalb von wenigen Sekunden in den Gehörgängen festsetzen. Wer hier als Fan von symphonischem Power Metal der alten Schule still sitzen kann, der sollte sich schleunigst den Stock aus dem Allerwertesten ziehen. Die Orchestration fällt insgesamt weitaus voluminöser und beeindruckender aus als auf dem Debüt, alles hat Hand und Fuß, bietet dem geneigten Fan somit eine Abenteuerreise, die er niemals vergessen wird. Weg von den zwei bereits genannten Tracks finden wir wuchtige Nummern wie "Powerwind" vor, die allein schon durch ihren Titel vorgeben, in welche Richtung man marschieren will. Nach vorn! Fette Keyboardklänge, gepaart mit wuchtigen Orchestrationen und nach vorn ballernden Drums, leiten dieses epische Stück ein und krallen sich tief in der Seele des Hörers fest. Wahnsinn, was für eine Intensität dieses Stück ausstrahlt. Insbesondere der fröhlich angehauchte Doppelchorus lädt zum Träumen ein und verdeutlicht einmal mehr, warum TWILIGHT FORCE bereits mit ihrem zweiten Werk ganz oben angekommen sind. Ja, Kitsch wird hier groß geschrieben und dieser trieft geradezu aus den Boxen, doch wer wie ich eine gewisse Sehnsucht in sich getragen hat, nach ein paar Dürrejahren endlich wieder ein rundum gelungenes, hymnisches, epochales Meisterwerk in den Händen zu halten, der wird hier fündig! Das, was RHAPSODY OF FIRE damals groß gemacht hat, beherrschen die Schweden hier in unnachgiebiger Perfektion. Mit ihren 70 Minuten vergeht die Platte dennoch im Fluge, fühlt sich bis auf den unnötig gesprochenen Epilog nie zäh, geschweige denn langweilig an. Allein die beiden Longtracks "There And Back Again" sowie der Titeltrack mitsamt der Gastperformances erzeugen eine so unfassbar hohe Spannung, dass einem fast schon schwindelig wird. Ich habe wirklich lange keine so intelligent komponierten Longtracks in diesem Sektor gehört, das ist tatsächlich die Königsklasse, der sich TWILIGHT FORCE hier angenommen haben und diese meistern sie, unabhängig von den hochkarätigen Gästen, mit Leichtigkeit. Beide bieten jeweils 10 Minuten Spielzeit, beiden gelingt es, den Hörer mit unnachahmlicher Art zu verzaubern und für sich zu gewinnen. Man spürt förmlich, wie die Haare durch den Wind wehen während man einen Drachen in einer Schlacht reitet.

Ich könnte den Schweden noch stundenlang Honig ums Maul schmieren und jede einzelne dieser Zeilen würde diesem Meisterwerk dennoch nicht gerecht werden. Dementsprechend mache ich es kurz und schließe dieses Review mit einem Fazit meines geschätzten Kollegen Manfred Thanner, der den Nagel auf dem Kopf trifft: „TWILIGHT FORCE sind die unerwartete Überraschung auf dem Markt und von mir gibt es keine Zweifel und ohne Einschränkung die Höchstnote. Hochexplosiv, was hier an Power, Spielfreude und Energie freigesetzt wird, ist absolut ansteckend und überwältigend. ZUGREIFEN!“



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Sonata (24.08.2016)

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