Vader - IRON TIMES

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VÖ: 12.08.2016
Bandinfo: VADER
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Lineup  |  Trackliste

Es ist fast schon schwer, einen Überblick über das Schaffen der polnischen Death-Metal-Veteranen zu behalten. Dem bei Nuclear Blast erschienenen Kracher „Tibi Et Igni“ (2014) folgte der zweite Teil der „Future Of The Past“-Reihe („II - Hell In The East“), der – ebenso wie zwei Demo-ReReleases und ein Livealbum – 2015 via Witching Hour Prod. erschien. Tatsache ist jedenfalls, dass uns das polnische Zerstörungskommando mit „Iron Times“ einen Appetizer zum kommenden Longplayer „The Empire“ präsentiert. Und die EP hat es in sich. „Parabellum“ fetzt und hämmert mit noch deutlicherer Rock n´ Roll-Schlagseite als gewohnt alles nieder. „El Cheffe“ Piotr Wiwczarek entfesselt wieder die Kräfte des seit Ewigkeiten überzeugenden (und selten enttäuschenden) Metalbiests VADER. Und auch „Prayer To The God Of War“ schlägt in die gleiche Kerbe, rockt wie Sau und präsentiert einen coolen Groove-Part. „Piesc I Stal“ (oder auf Englisch „Steel Fist“) sägt beständig, schreitet im Stechschritt voran und ist eine Coverversion von PANZERX, bei der Peter gemeinsam mit Sixstring-Sidekick Spider zwischenzeitlich engagiert war.

Die Hommage an Rock n ´ Roll-Urvieh Lemmy (hier mit dem Klassiker „Overkill“) scheint in Zeiten wie diesen quasi unausweichlich. Jetzt, da sich nahezu jede Band zu einer Huldigung bemüßigt und befähigt sieht, dürfen VADER natürlich nicht fehlen. Über die nötige Credibility dazu verfügen sie – im Gegensatz zu vielen authentizitätsheischenden Schrottcombos - aber allemal, über langjährige und intensive Cover-Erfahrungen ohnehin noch viel mehr! Das Urteil zur neuen EP muß folglich auf „schuldig“ lauten. Schuldig in dem Sinne, dass die Death Metal-Legende mit zwei neuen Songs auf voller Länge überzeugt und auch die beiden Covers dem Anspruch gerecht werden und mit viel Dynamik, Credibility und unbändiger Power umgesetzt werden. Die leichtere Übung beim quasi-eigenen Track, doch auch der MOTÖRHEAD-Tribute tönt sehr gelungen. Abgerundet wird das Ganze von einem von Joe Petagno (Lemmy´s Quasi-Haus- und Hof-Artist) angefertigten Cover mit Eisernem Kreuz und an das „Orgasmatron“-Cover erinnernden Panzerkram.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (02.09.2016)

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