Red Fang - Only Ghosts

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VÖ: 14.10.2016
Bandinfo: Red Fang
Genre: Heavy Rock
Label: Relapse Records
Lineup  |  Trackliste

Weiterhin im Schatten alter Großtaten!

Dieser Tage bringt der Portländer Sludge/Stoner-Vierer RED FANG mit „Only Ghosts“ sein viertes Album auf dem Markt. Vorweg, beim ersten und zweiten Durchlauf, fällt einem sofort auf, dass die Jungs auch mit „Only Ghosts“ nicht an ihr Über-Album „Murder The Mountains“ (2011) anknüpfen können. Das war ihnen schon Anno 2013 mit „Whales And Leeches“ nicht gelungen. Über-Songs wie „Wires“ oder „Hank Is Dead“ sind immer noch unerreichte Vorzeige-Großtaten der Amis.

Betrachtet man „Only Ghosts“ genauer, fängt die Platte mit dem grandiosen Stoner-Eisen „Flies“ sogar sehr gut an und die Jungs können soweit alle RED FANG-Markenzeichen zusammenbringen. Sie rocken die Nummer gekonnt runter und die eingebrachten “Background-Vocals“ gehen sofort in die Lauschlappen. „Cut It Short“ klingt namentlich schon mal ganz nach einem RED FANG-Song. Sehr viel melodischer und mit sehr viel mehr Soundspielereien als der stampfende Opener, kommt „Cut It Short“ daher. Jedoch ist der Aufbau des Songs zu vorhersehbar und die Nummer kann nicht aus sich ausbrechen.

Zu dem Instrumentalen „Flames“ gibt es dann nicht viel zu sagen. Nur so viel, dass ich solch ein Instrumental eher in der Albummitte erwartet hätte, um gekonnt die Spannung für den zweiten Teil aufzubauen, und nicht am Album Anfang. Das gitarrenlastige Intro bei „No Air“ lädt dann wieder ein und man hofft, dass die Platte nun endlich vollends aus sich herausbricht. „No Air“ ist zwar keine Über-Nummer, aber sie geht groovend ins Ohr. Mit leichtem Doom-Hauch und Geschwindigkeitsspielereien entpuppt sich der Song nach „Flies“als ein weiterer Anspieltipp.

„The Smell Of The Sound“ entwickelt sich vom schwerfälligen Doom mit ausgeprägtem BLACK SABBATH-Riffing zu einer etwas rockigeren Stoner-Space-Rock-Nummer., bevor wieder die Geschwindigkeitsschrauben angezogen werden und das fetzige, doch etwas zu langatmige „The Deep“ aus den Instrumenten geshreddert wird.

Ich hatte gehofft, dass die Jungs nach dem schwächeren „Whales And Leeches“ nicht weniger als eine Großtat aus den Ärmeln schütteln. Und obwohl man „Only Ghosts“ nicht als schlechtes Album bewerten sollte, fehlt doch ein richtiger Über-Song. Nach oben ist definitiv Luft. Mal schauen wie die RED FANG-Zukunft noch so bestückt ist.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Flies“.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: inhonorus (24.10.2016)

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