NICK JOHNSTON - Remarkably Human

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VÖ: 02.12.2016
Bandinfo: NICK JOHNSTON
Genre: Instrumental / Shred / Fusion
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Der Kanadier NICK JOHNSTON ist laut dem „Guitar World“-Magazin einer der aufsteigenden Sterne am Gitarristen-Himmel – und hört man sein viertes Album „Remarkably Human“, wird einem bald klar warum.

Der gute Mann ist nämlich nicht nur mit hervorragender Technik gesegnet, sondern schreibt auch klasse Songs. Die sind nämlich nicht wie bei bekannteren Gitarrenheroes reine Backingtracks, um sein Instrumentalkönnen mit Soli unter Beweis zu stellen. Bei „Remarkably Human“ wird er dabei von einigen bekannten Namen unterstützt – Gavin Harrison von PORCUPINE TREE an den Drums, Bryan Beller (der auch schon mit SATRIANI und VAI gespielt hat) am Bass und Luke Martin am Klavier.

Auch ohne stimmliche Unterstützung (bis auf ein paar Samples bei „Impossible Things“) sind die acht Songs gelungene Mischungen aus instrumentalem Können, eingängigen Leads und schönen Harmonien.

„Remarkably Human“ klingt so, wie wenn JOE SATRIANI ein paar relaxte OPETH-Songs aus der „Damnation“-Phase auf eigene Art interpretieren würde. Dabei kommt eine lässige Mischung aus griffigem Rock, herrlichen Blues-Licks und ein bisschen Schwermut heraus.

So klingt zum Beispiel „Fear Had Him By The Throat“ sehr nach OPETH, während „Hypergiant" dann mehr in die entspanntere SATRIANI-Richtung geht. Dann gibt es einen tollen Doppelschlag mit „Impossible Things“ und „Ignore Alien Orders“, die zwischen OPETH und STEVEN WILSON schwanken und sich in der Bandbreite zwischen proggigen Gitarrenläufen und jazzigen Teilen, von Rockriffs über bluesige Parts bewegen. „Poison Touch“ kanalisiert dann den inneren SANTANA. Der Höhepunkt des Albums ist aber der Titeltrack – dort bewegt sich JOHNSTON von einer ruhigen, herrlichen Düsternis über rockige Parts wieder zurück in die Dunkelheit.

Dabei übernehmen immer die lässigen Gitarrenleads die Funktion der Stimme, um die Songs so richtig eingängig zu machen. Damit bleibt bei „Remarkably Human“ für alle etwas übrig, hier werden Rock-Fans genauso bedient wie Bluesmen oder Progheads. Also passend zum Jahresabschluss ein instrumentales Highlight von 2016.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (17.12.2016)

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