BUDDERSIDE - Budderside

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VÖ: 23.09.2016
Bandinfo: BUDDERSIDE
Genre: Rock
Label: UDR Music
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Lineup  |  Trackliste

BUDDERSIDE! Ein holländisches Gebäck? Ein Milchprodukt von den nordfriesischen Inseln? Nee, hier handelt es sich um eine U.S.-amerikanische Rockband, deren selbstbetiteltes Album nach einer Verzögerung (ursprüngliche VÖ: Juli 2016) schon gegen Ende letzten Jahres sein Debüt feierte. Und? Sind die drei Jungs um Frontmann Patrick Stone mit der Butterseite oben gelandet? Die Voraussetzungen waren schon mal nicht schlecht. Todd Singerman, BUDDERSIDEs Manager (und auch MOTÖRHEADs Management) sorgte dafür, dass die zehn Tracks im Rosewood Strut Studio von Paul Inder Kilminster produziert werden. Wie klingt das Ganze? Nun, anders als erwartet, wenn man die Umstände und Umgebung betrachtet, in denen das Album entstanden ist. Wer brachialen Rock will, wird enttäuscht sein.

‚Budderside‘ ist eine ganz eigensinnige  Mischung. Sagen wir mal so: Das Gerüst ist  melodischer Modern Rock. Verziert wird das Ganze aber mit Elementen aus den verschiedensten Genres. Beim Track ‚Ska Bra‘ muss man ja wohl nicht lange raten. Die Nummer ist eine der witzigsten und einprägsamsten auf dem Album. Ein bisschen ‚name dropping‘ gefällig? Kein geringerer als MOTÖRHEAD Gitarrist Phil Campell trägt seinen Teil zum Song bei. ‚Open Relationship‘ enthält hingegen Spuren von Nu Metal, während ‚Clear Blue Sky‘ eine poppige Powerballade ist. Funktioniert das? Ja, tut es. Sänger Patrick Stone setzt seine theatralische Stimme gezielt und manchmal auch gern spielerisch ein; Screaming in ‚Open Relationship‘ , vom Blues angehauchte, launische Töne in ‚Ex-Girlfriend‘ und dann wieder voll rotzig in ‚Pain‘ (check out the video!). Man kommt sich vor, als säße man vor der Pralinenschachtel aus ‚Forrest Gump‘. ‚You never know whatcha gonna get…‘

Fazit: Für Fans der reinen Rock Music ist ‚Budderside‘ wohl nichts. Man muss diesem Album aufgeschlossen entgegen treten, dann macht es viel Spaß. Die Bandmitglieder verstehen ihr Handwerk und das Ganze ist glatt produziert.

Als Anspieltipp empfehle ich ‚Clear Blue Sky‘ für die Fans der hymnenartigen Powerballade und ‚Open Relationship‘ für diejenigen, die es dann doch gerne etwas derber mögen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Betti Stewart (09.01.2017)

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