MORTA SKULD - Wounds deeper than time

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VÖ: 17.02.2017
Bandinfo: MORTA SKULD
Genre: Death Metal
Label: Peaceville Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Oldschool-Deather MORTA SKULD aus "Dahmer City" sind zurück und hauen uns eine ordentliche Schlachtpaltte um die geschundenen Ohren. Die Scheibe ist sauber produziert und die Songs ziehen einen mindenstens nach dem zweiten Durchlauf in ihren Bann.

Gespielt wird typischer US Death Metal wie er Anfang bis Mitte der 90er gespielt wurde. Ich meine öfters mal ältere MORBID ANGEL oder auch BOLT THROWER herausgehört zu haben. Die Songs bewegen sich im mittelschnellen Bereich und leben von wuchtigen und teils sehr schnellen Parts, wobei der Doublebass regiert. In den verschiedenen Liedern werden atmosphärische Akustikparts eingebaut um die ganze Chose abwechslungsreich und düster zu gestalten. Streckenweise verspielte Bassläufe und durchaus melodische Gitarren lockern das Ganze dann noch ein bisschen mehr auf. Die Musiker wirken authentisch und haben ihre Instrumente im Griff. Der Sänger und einziges verbliebenes Originalmitglied brüllt und röchelt aggressiv, ohne in stumpfes Gegrunze zu verfallen. Der Sound ist differenziert und fett abgemischt.

"Breath in the black" ist gleich mal ein gelugener Opener, der mit mit MORBID ANGEL Rhythmik und BOLT THROWER Sturheit auf das noch Kommende einstimmt: Tempowechsel und Doublebass galore. Track Nummer Zwei,"Hating Life", ist ein romantischer Highspeed Hassbatzen, der im Mittelteil mit Tempoverschleppungen und ordentlich Groove daherkommt, um anschließend nochmal ordentlich Gas zu geben, während der Frontman Gift und Galle speit. Der Titelsong "Wounds deeper than Time" geht kompromisslos nach vorne los, zeigt sich jedoch gegen Ende schräg und vertrackt. "Scars within" ist eine Oldschool-Hymne mit simplem Riffing und sehr schnellen Songparts. Live sicher so richtig geil. Auf diesem Niveau wird weiter geprügelt. Erwähnenswert ist noch der Rausschmeißer der Platte, "Becoming Flesh", denn hier zeigen die Millwaukee-Buben nochmals auf. Eine bezaubernde Nummer, die alle Facetten des Rundlings in sich vereint. Eine richtige Death Metal Hymne, inklusive stimmungsvollem Gitarren-Outro ohne Vogelgezwitscher. Auch diese Nummer geht Live sicher ab wie ein Zapferl. MORTA SKULD haben mit dieser Scheibe echt einen Hammer abgeliefert, der hoffentlich Beachtung finden wird.

 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (16.02.2017)

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