Darkside - Amber – Skeletal Journeys Through The Void

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VÖ: 27.03.2007
Bandinfo: Darkside
Genre: Death Metal
Label: Noisehead Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Lange Zeit war es ruhig um die heimischen Death Metal Urgesteine (die Formation treibt seit 1991 ihr Unwesen und deren letztes Album „Cognitive Dissonance“ liegt mittlerweile auch schon wieder gute sechs Jahre zurück)– schließlich benötigte es doch einen Mario Jezik, seines Zeichens Mastermind der Noisehead Studios bzw. Records, der die Mannen um Fronter The Wolf aus ihrem Dornröschenschlaf befreite. Und dabei hat er das kreative Potential der Band anscheinend geweckt, denn eines kann man gleich zu Beginn festhalten, "Amber – Skeletal Journeys Through The Void" ist ein Hammeralbum geworden, gespickt mit ultra fiesen Death Metal Eruptionen, die nicht selten ihren Ursprung in den US of A haben könnten, garniert mit Ausnahmesongs, die ich in dieser Art und Weise nicht für möglich gehalten hätte.

Gibt die Kurzeruption „Suite in Pain Major“ schon mal die Richtung vor, sind es aber eher die „außergewöhnlichen“, weil eben nicht unbedingt in gängige Death Metal Schemata einzuordnenden Songs, die „Amber“ so liebenswert, so bewundernswert machen – obendrein unterschreitet keiner dieser Gustostückerln die sieben Minuten Grenze, was auch zur Folge hat, dass dieses Album doch einiges an Umläufen braucht um so richtig zu zünden!

„Devilery“ (geiles Wortspiel übrigens!) mit seinem mystisch, akustischem Beginn, der Explosion nach ca. 90 Sekunden, schön im behäbigen Tempo gehalten und einer Double Bass Drum, die alles und jeden niederwalzt. „Myth of Reason“, welches ohne Umschweife direkt auf den Punkt kommt, aber immer wieder für Überraschungen gut ist, bevor im Gitarrensolo endgültig alle Barrieren durchbrochen werden – hauptsächlich durch das zig-malige Wiederholen des de-facto Refrains „Master, Servant, Power, Death….“ Das behäbig-zähe „Pillars of Err“, wohl einer der eingängigsten, aber auch brutalsten Stücke des Albums, siebeneinhalb Minuten lang fiesester Slow Mo Death, der sogar (Überraschung!) einen relativ eingängigen Refrain zu Tage fördert. „The Burning“, der Abschlusstrack, fängt leicht sakral an, grooved sich durch den ersten Teil der Nummer, fiesel Stimmen Break, und gen Ende wird wiederum die sakrale Stimmung aufgebaut. Allein diese Nummern hätten eine absolut hohe Note gerechtfertigt, aber dies wird durch den Titelsong quasi zur Makulatur degradiert, was für eine Nummer, was für ein unglaublicher Mammutepos das geworden ist. Angefangen beim akustischen Beginn, über dieses old-school METALLICA influenced Riff, diese sehr morbide, aber auch zeitweise strange Stimmung, abgespacter Sprechgesang kokettiert mit Wolf’s hasserfüllten Growls, bevor wir wieder dieses Melancholie Deja Vu erleben, und der Song sich im Prinzip von vorne aufbaut.

"Amber – Skeletal Journeys Through The Void" muss man öfters hören, diese CD offenbart ihre ganze Pracht erst nach einigen Umläufen, dann macht sie aber süchtig, die Anfangs etwas wirren Riffolgen ergeben auf einmal Sinn, ähnlich wie bei einem Puzzlespiel, je länger man sich damit beschäftigt, desto abhängiger wird man. Allerhöchsten Respekt meine Herren, wohl eines der Death Metal Highlights des heurigen Jahres!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Reini (16.04.2007)

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