Prosperity Denied - Consciousless

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VÖ: 26.10.2007
Bandinfo: Prosperity Denied
Genre: Death Metal
Label: Noisehead Records
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Lineup  |  Trackliste

Früher war das Mödlinger Trio noch unter dem Namen RAVENHORST unterwegs, aber wahrscheinlich wurde auf kurz oder lang das Rabennest dann doch too small for them. Darum entschied man sich Anfang 2006 unter einem neuen Projektnamen noch mal loszustarten. Versehen mit der Maxime, all ihre Lieblingssubgenres zu vereinen (und die reichen dann doch von Thrash/Deathmetal, über Hardcore, Grindcore, Punk und sogar bis zum Black Metal) und zu einem funktionierenden Etwas zusammenzufügen.

Das diese Mixtur seinen Reiz haben dürfte, erkannten auch Noisehead Records, nahmen sie die Drei ex-Rabennestler doch 2007 unter ihre Fittiche um im Labeleigenen Recordtempel das Debütalbum „Consciousless“ einzuprügeln. Und prügeln ist gleich mal ein gutes Stichwort, Ravager (bzw. Georg Heine mit bürgerlichem Namen) heißt der junge Knabe, und leck mich doch, den sein Drumkit tut mir aufrichtig leid, malträtiert er es doch mit selten in Austria gehörter Präzision, Respekt der Herr!

Das Songmaterial ist dann doch etwas sperriger und auch manchmal verworrener geraten, als es anzunehmen war. Selbst nach zig Durchläufen tu ich mir immer noch schwer da so was wie eine Struktur zu erkennen, auch wahrscheinlich deswegen, weil Toms Stimme dann doch über Albumlänge reichlich monoton ausgefallen ist. Ein Song wie „Disconnected.com“ kann noch so auf Abwechslung setzen und auf einen Ravager bauen, der ordentlich den Knüppel aus dem Sack lässt, gleichwohl Stimme und auch Songstruktur irgendwie eine Gefühllosigkeit versprühen, da hilft nicht mal der eingebaute Spoken Sample zu Beginn, die Mannen lassen hier kaum Platz zum Atmen, weder dem Song, noch dem Hörer. Besser funktioniert das PROSPERITY DENIED Konzept bei dem etwas straighter gehaltenen „The Colors of Isolation", auch das fast schon beschwingte „Grinning Tentacles“ darf man fett auf der Habenseite verbuchen. Und wie die Drei in „My Urban Tomb“ minimalistische Punkeinsprengsel in einen Thrashsong einbauen, ist sowieso herausragend, darin könnte auch so etwas wie eine etwaige Zukunftsorientierung von PROSPERITY DENIED schlummern….

Sicher Abwechslungsreich ist „Consciousless“, aber der Über-Drüber-Flieger, wie von manchem orakelt wurde, ist das Debütwerk des Trios, ob der doch vorhandenen Defizite, (noch) nicht. Die Basis für weitere (noch steigerungsfähige) Outputs hat die Band allerdings allemal gelegt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (10.01.2008)

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