Benedictum - Seasons of Tragedy

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VÖ: 25.01.2008
Bandinfo: Benedictum
Genre: Heavy Metal
Label: Locomotive Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Was für eine Wahnsinnsstimme Madame Freeman - ihres Zeichens Lead Sängerin der Kalifornier BENEDICTUM - auch hat. Wobei, nüchtern betrachtet ist das ja kein Wunder, sorgen die zwei vorne angebrachten Mega-Airbags doch sicher für reichlich, zusätzliche Sauerstoffversorgung und – damit einhergehend – wohl auch für dieses unglaubliche Stimmvolumen…. Wobei es wäre natürlich unfair, diese rauchig-energiegeladene Powerröhre jetzt nur auf ihre genetisch bedingte „Ausnahmestellung“ zu minimieren, die Frau hat Wucht und Elan in den Stimmbändern, begeistert mit Reibeisenstimme ebenso wie mit dezenten Gefühlausbrüchen und hat sich seit dem Debütwerk “Uncreation” aus dem Jahr 2006 um ein vielfaches gesteigert.

Musikalisch lässt sich die männliche Belegschaft von BENEDICTUM auch nicht lumpen, der eher klassisch gehaltene Metal, ganz in der Tradition von Bands wie DIO, RAINBOW, einer Prise SAVATAGE und - ja - auch ACCEPT, wurde durch unzählige Gimmicks, die meist erst nach oftmaligen Hören so richtig wahrgenommen werden, verfeinert. Insgesamt brettern neun Eigenkompositionen, sowie das ACCEPT Cover „Balls to the Wall“ (von der Idee her zwar nicht sonderlich originell, dafür aber 1A umgesetzt) durch die Anlage und auch Producer Jeff Pilson (Ex-DOKKEN, DIO) hat in San Diego für einen astreinen Sound gesorgt.

Ob man jetzt die voluminösen Breitspur Titel der Sorte „Shell Shock“, „Beast in the Field“ oder „Nobodies Victim“ bevorzugt, bzw. die manchmal verhaltenen, oft auch träg dahin stampfenden, zu jeder Zeit aber höchst melodiösen Nummern wie „Bare Bones“, „Within the Solace“, „Steel Rain“ oder „Legacy“ privilegiert, spielt bei „Seasons of Tragedy“ kaum eine Rolle, weit imponierender, dass BENEDICTUM mit dem über 11-minütigen Titelsong all ihre Vorzüge, ihr Talent und ihre beeindruckende musikalische Potenz vereinen konnten, der Song, der das neue Album wohl am treffendsten zu charakterisieren in der Lage ist.

„Seasons of Tragedy“ ist eine zeitlose Reise hinein in die Tiefen des eher Traditions-Behafteten Metals, ein ebenso rundes, wie eingängiges Werk, welches durch eine Ausnahmesängerin noch um ein vielfaches veredelt wurde – That’s True Metal Brother & Sisters! Wimps and Posers (and MANOWAR of course!) leave the Hall!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (15.01.2008)

WERBUNG: Hard