Esha Ness - Point of no Return

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VÖ: 00.01.2008
Bandinfo: Esha Ness
Genre: Rock
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Volcanic Rock ? Mal ganz was neues … aber trotzdem eine nicht uninteressante Stilbezeichnung die sich auf dem Infoblatt des „Punkt ohne Wiederkehr“-betitelten Werkes breitmacht:
In den folgenden elf Songs finden sich sowohl keltische, schottische und folkloristische Einflüsse wie auch latente Flamenco & Spanisch-Einflüsse im Gitarrenspiel . Im Vordergrund steht aber immer der dauerpräsente Gitarrenrock welcher oftmals wie eine Kreuzung aus ganz alten U2 und HEROES DEL SILENCO die Ohren erfreut, ohne die eigene Note vermissen zu lassen.

Schon mit dem einleitenden Titelstück ist man sichtlich gefangen in einem Dreieck aus Melancholie, gut strukturierter Instrumentenführung und einem catchy Refrain welcher sich - einer Schlange gleich - in die Gehörgänge windet, ohne aber zuckersüss oder allzu aufdringlich zu wirken.
„Planet on Fire“ wirkt dagegen etwas unauffälliger, geradliniger bzw. schwermütiger und sollte nach ein paar Probeläufen auch nicht verachtet werden – trotzdem kann es gegen die folgenden Kompositionen nicht ganz anstinken: „Ballad of the petrified Tears“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt im Halbballadenstil – zerbrechlich, von schlichter Eleganz und tief unter die Haut gehend.
Melancholisch, dazu ganz dem Titel verpflichtend, gibt man sich gegen Albummitte dem „Campfire Redemption Song“ hin, welcher grossteils durch den Gesang und die Akustikgitarren getragen wird und so manche Erinnerungen an vergangene Zeiten in einem weckt…
Etwas ungewöhnlicher, dennoch interessant präsentieren sich „Nothing is forgotten“ ( leichte Marschrhythmik & Slideparts inklusive) und „Neverland“, welches sehr folkig und – positiv – pathetisch auf den Hörer wirkt.
Kevin Paterson´s Stimme wirkt in den elf Abschnitten dabei oft aufwühlend, warm und sehr präsent im Gesamtsound – an manchen Stellen klingt die englische Aussprache zwar gewöhnungsbedürftig, trotzdem nicht weniger charmant.

Und - auch hier bildet (wie so oft) der letzte Track das Highlight einer Scheibe : sehr verhalten und von ungewöhnlicher Schwärze bekleidet bleibt vor allem „Out in the Blue“ im Gedächtnis haften. Ein Nick Cave hätte seine helle Freude an diesem Stück – schwelgerisch, trotzdem mit markanten Gitarrenparts und einer gehörigen Portion Feeling ausstaffiert klammert man sich unbemerkt an der Repeattaste fest. Ganze 6x hab ich den Finger anfangs nicht wegbekommen…

Dass sich aber auch ein paar durchschnittlichere Nummern auf dem Rundling (das schon erwähnte „Planet on Fire“ plus „A small Step away“) eingeschlichen haben, sollte und muss hier nicht verschwiegen werden - trotzdem darf man ESHA NESS ein ansprechendes Erstwerk attestieren, welches Freunde von schwelgerischem Gitarrenrock mit multikulturellen Einflüssen genauer unter die Lupe nehmen dürfen . Dazu gibt’s ja schliesslich MySpace ...



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: PMH (03.03.2008)

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