The Scourger - Dark Invitation To Aarmageddon

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VÖ: 14.03.2008
Bandinfo: The Scourger
Genre: Thrash Metal
Label: Cyclone Empire
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Den Finnen von THE SCOURGER könnte man bei oberflächiger Betrachtung durchaus den Vorwurf machen, sie würden auf den derzeit grassierenden Thrash Metal Zug aufspringen, mitnichten werte Leserschaft, seit 2003 frönen die Fünf schon ihren gethrashten Metal, der oft und auch gerne mit leicht deathigen Ingredienzien verfeinert werden darf.

In ihrem Heimatland dürfte es sich mittlerweile ja herumgesprochen haben, dass diese zu gefallende Mixtur aus THE HAUNTED’schem melodischen Todesmörtel und old School lastigen Thrash a la TESTAMENT gehöriges Potential aufzuweisen hat, nicht umsonst belegte das Quintett aus dem schönen Helsinki mit ihrer Singleauskopplung „Maximum Intensity“ (vom 2006er Album „Blind Date With Violence“) Platz Eins der finnischen Charts!

Das nun vorliegende „Dark Invitation To Aarmageddon“ wurde in Suomi Country bereits im Jänner 2008 auf die Menschheit losgelassen und erfährt jetzt eine weltweite Veröffentlichung via Cyclone Empire – und wie es sich in so einem Fall gehört, packte man mit „Vicious Circle“ und der Liveversion von „Hatehead“ zwar Bekanntes, aber dennoch Extramaterial mit drauf.

Während der knappen Stunde merkt man den Finnen dann auch schon ihre reichliche Erfahrung im Thrash Genre an, meist pfeilschnell vorgetragen, ein Sänger, der mit Mille von KREATOR durchaus mithalten kann, und zu Hauff Rifforgien der allgewaltigen, der gehobenen Sorte. Minimaler Nachteil von „ Dark Invitation To Aarmageddon”, die Songs brauchen schon einige Umläufe um richtig zu zünden, aber einmal festgefressen im Oberstübchen, ist die nachhaltige Wirkung deutlich spürbar. Selbst wenn die Finnen die Geschichte mal von der eher gemütlicheren Seite angegehen, wie zum Beispiel in „In The Hour Of Ruin“ sowie „To Tame A Life“, oder aber auch dem alles überragenden, reichlich melodisch daher Kommenden „Last Nail to the Coffin”. Das Material umweht eine Kompaktheit und Gütigkeit die man im derzeit wieder verstärkt aufkommenden Thrash Metal eher selten zu Gehör bekommt.

Klasse Produktion gepaart mit mehr als akkuraten Kompositionen, da stell ich mir nur die Frage, wie um aller Welts Namen kann so eine kompromisslos agierende Combo nur die Single Charts dominieren?



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (11.03.2008)

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