Synnove - The Whore and the Bride

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VÖ: 18.07.2008
Bandinfo: Synnove
Genre: Black Metal
Label: Soundmass Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Jahaa. Auch im weit entfernten Australian gibt’s Black Metal. Vor ein paar Jährchen waren Krachkapellen wie Bestial Warlust , Deströyer666 oder Baltak ja auch international… hmm, naja, erfolgreich wär das falsche Wort. Aber bekannt. Das dürfte SYNNOVE mit vorliegendem Werk eher nicht passieren. Warum? Weil trotz guter Ansätze einiges in die falsche Richtung läuft…

Melodiös, (leich) nordisch und mit einer angenehm keifigen Stimme im Gepäck rauscht man erstmal durch den akzeptablen Einstieg „Funeral for Innocence“. Kein Grund zum Jubeln, aber auch nix wofür man sich schämen müsste … Allerweltsblack mit wenig Highspeedgeklirre, aber auch nicht gerade fesselndem Songwriting und einem Sound der zwar allen Instrumenten Platz verschafft aber auch nicht wirklich wehtut. Das schafft allein der grausame Männerchor in den nächsten zwei Songs (R.O.T.A. legt zwar erst wie die Feuerwehr los, biegt dann aber irgendwo falsch ab und eiert orientierungslos bis zum Ende durchs Bild) und der heroischen TrueMetal-Eierkneifgesang , dazu gesellen sich höhepunktarme Frauenstimmchen…
Stimmungsaufbau? Zumeist Fehlanzeige. Dazu gehört mehr als ein paar halbwegs brauchbare Riffs / Raserei (welche bei Synnove aber im Hintergrund steht) , undurchsichtiges wie grossteils austauschbares Material und ein paar Gäste im Studio. Dass man aber auch einige brauchbare Stellen auf Lager hat kann man u.a. auf „Non Servium“ bzw. dem Raustreter „Lindisfarne“ (wie oft gibt’s diese beiden Songtitel eigentlich schon?) nachhören: ersterer kommt mit einem sehr schicken Refrain um die Ecke, verliert aber zeitweise etwas Elan um vollends zu packen - zweiterer ist ein schwungvoller Gothic/Black-Hammer der die die nötige Härte und ein paar nette Melodien im Gepäck hat.

Wenn die Jungs (und Mädel) auch so viel Zeit fürs Songschreiben wie für die Schminkerei aufwenden würden könnte es ja in Zukunft mal für mehr als zwei Pünktchen reichen. Die gibt’s aber auch nur weil die Ansätze ja nicht vollkommen hoffnungslos sind und man die einzelnen Instrumente nicht nur zum posieren verwendet hat.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: PMH (28.07.2008)

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