Helstar - The King of Hell

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VÖ: 26.09.2008
Bandinfo: HELSTAR
Genre: Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Also die „Sins of the Past“ Geschichte vom Vorjahr war ja noch eine einfach Angelegenheit für den James Rivera und seine reformierten HELSTAR. Das Neueinspielen alter Bandklassiker (und derer gibt es viele, sehr viele sogar in der Discografie der Texas Metalheadz) ist immer easy, wobei auf besagtem „Best Of“ Werk flutschten mit „Tormentor“ und „Caress of the Dead“ auch zwei Tracks mit in die Gehörgänge, die auch auf dem nun wirklich neuen, mit „The King of Hell“ betitelten, Werk enthalten sind. Heute wie damals staubten die beiden gegen übermächtige Konkurrenz der Sorte „The King Is Dead“ oder „Baptised In Blood“ (um nur ein einziges Paar zu nennen) ziemlich ab. Trotzdem: Ein neues HELSTAR Album, ein Traditionsverpflichtendes noch dazu und obendrein das erste wirklich frische HELSTAR Album seit über 20 Jahren, macht im Vergleich zu all diesen auf Neo getrimmten Newcomer Kapellen schon Spaß, Klassiker ist es halt keiner geworden, aber der Reihe nach…

Zumeist, wie es halt beim Good Ol’US Metal üblich ist, im gemächlichen Midtempo marschiert Rivera samt seiner noch immer wunderbar ausgeprägten Kopfstimme durch insgesamt neun Stücke. Die wirklich schnelleren Songs kann man beinahe an einem Finger abzählen („The Plague Called Man“ und das wirklich hyperspeedige „Pain Will Be Thy Name“), was - ergo - natürlich auch der Abwechslung nicht wirklich zu Gute kommt und Beiträgen wie dem bereits genannten „Tormentor“ schon eine gewisse Länge verleiht. Die wirklich knackigen Songs hat man unverständlicherweise auch noch an das Ende der Rille verbannt. „In My Darkness“ und „The Garden of Temptation“. Ersterer besticht mit einer gefühlvollen Akustikeinleitung und wird dann so ein richtig schöner, fieser Stampfer; Zweiterer überzeugt als knapp 9 Minuten dauerndes Epos mit orientalisch angehauchten Flair einer erneut im Midtempo ausgerichteten Grundstruktur und zig verspielten Gitarrenwindungen.

Fakt ist, der selbsternannte König der Hölle kann im direkten Vergleich mit wirklichen Göttergaben der Sorte „A Distant Thunder“ oder dem Konzeptalbum „Nosferatu“ nicht ganz mithalten. Die neun Songs sind zwar gediegene US Metal Kost ohne Abnutzungserscheinungen und auch ohne jegliche Moderne Elemente, aber leider halt auch ohne wirkliche Höhepunkte. Heutzutage ist zwar druckvoller US-Metal mit progressiven Strukturen interessant, aber mehr als ein solider Dreieinhalb-Punkter, der viel zu gut für ein Durchhängeralbum, aber auch nicht wirklich der von vielen erwartete Knaller ist, schaut halt irgendwie nicht heraus!

Für Komplettisten, Sammler oder was auch immer: Die Limited First Edition wird drei Bonustracks zusätzlich zur regulären Trackliste beinhalten. Des Weiteren wird eine 2er CD Box von „King Of Hell“ erhältlich sein, die zusätzlich zur neuen Scheibe das 2007er Best-Of Album „Sins Of The Past“ beinhalten wird.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (19.09.2008)

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