HOKUM - No Escape

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VÖ: 17.03.2006
Bandinfo: Hokum
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

„No Escape“ ist das zweite metallische Lebenszeichen dieser nordbayrischen Band (das Demo „First Blood“ erschien im Vorjahr), die viel Thrash mit Death Metal Anleihen (die Vocals von Jonas Fischer) und einigen reinrassigen Metal Ingridenzien würzt. Die Aufnahme für diese EP haben sich die Mannen beim Kulturalarm-Bandwettbewerb mit Erringen des 1. Platzes erspielt, (Aufsehen erregend, weil auch Bands aus metal fremden Genres dabei waren) was einen Aufenthalt in den Freisinger Farmland Studios – ein Umstand, der sich hörbar bezahlt macht – mit sich zog! Soweit so theoretisch, praktisch haben wir es hier mit technisch versiertem Thrash Metal zu tun, der auf der einen Seite, durch die derbe, tiefe Stimme von Sänger JoeC Richtung Death Metal auspendelt, und auf der anderen Seite durch immer wieder eingeflochtene Instrumentale Schmankerl auch die Heavy Metal Klientel zu bedienen versucht.

Ist der Opener „Manticore“ noch ein wenig Schwach auf der Brust, spielen die Herren aus Inkhofen (das ist angeblich irgendwo in der Nähe von München) spätestens mit dem darauf folgenden „Silent Assassin“ ihre ganzen Stärken aus. Längerer, schön eingängiger Instrumental Teil zu Beginn, rasend schnelle Thrash Parts wechseln sich in weiterer Folge mit einem von Bassgrooves unterlegten Metal Riffgewitter ab. Dieses hohe Niveau halten auch die restlichen Stücke von „No Escape“ problemlos, sowohl das über sechs minütige „Face the End“, als auch das ein wenig an old Metallica angelehnte „The God Within“ sowie der Zweiteiler „Goats Part II“, der sogar mit einigen Überraschungen aufwarten kann – „The Loving Father“ pendelt zwischen balladesken mit gefühlvollen Vocals unterlegt Szenen und fetten Gethrashe hin und her, bevor „The Beloved One“ kurz aber heftig das Grande Finale manifestiert.

Soundtechnisch hat Producer Yogi Lang ganze Arbeit geleistet, das Artwork weiß auch zu überzeugen, alles Andere als eine Reinhörempfehlung wäre hier definitiv fehl am Platz!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (05.04.2006)

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