Urto - Upside Down

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VÖ: 05.05.2009
Bandinfo: Urto
Genre: Thrash Metal
Label: Punishment 18 Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Frage: Wie schaffen es sicherlich talentierte und engagierte Musiker ein Album aufzunehmen, das dermaßen überambitioniert und damit im Endeffekt überflüssig daherkommt, dass man es nicht einmal am Stück hören kann? Die Antwort liefern uns URTO aus dem metallisch wirklich alles verwertenden Italien mit ihrem aktuellen Machwerk „Upside Down“. Sieben Songs in erlähmenden 45 Minuten sind hier durchzuarbeiten.

Der Beginn scheint noch Prog Metal zu versprechen. Aber während „The Dilemma Remains“ andauert, versteht man den Titel irgendwie besser, auch wenn er aller Wahrscheinlichkeit nicht so zu interpretieren sein sollte. Hier werden METALLICA und SLAYER in einen Topf geschmissen und solange durchgerührt, bis auch wirklich gar kein starker Refrain, packendes Riff oder sonstige Wiedererkennungswerte übrig bleiben. Sicherlich, ein paar Abschnitte sitzen ganz ordentlich, sonderbarerweise kann sogar der mit mehr als neun Minuten längste Song „The Second Coming“ teilweise überzeugen. Aber ist das nun wirklich so schwierig oder gar zuviel verlangt? Zudem kann Sänger Alessandro Olivo nur damit hervorstechen, dass er permanent an der Schmerzgrenze schreit, um dann wieder nach Hetfield oder Dickinson klingen zu wollen. Gelingen tut ihm das allerdings nicht. Die politische Seite der Band kommt vor allem durch die Texte von Gitarrist Mimmo Saladino zum Vorschein, welche sicherlich nicht von schlechten Eltern sind. Aber im Großen und Ganzen können diese den Rest auch nicht wettmachen.

Bleibt ein Album, das zu jeder Zeit zuviel will und keinen einzigen Song bietet, den man eventuell ein zweites Mal hören will. Wer 45 Minuten bestehend aus einem Tempo, ein paar Riffs und unzähligen Soli braucht, kann schon mal ein Ohr riskieren. Der Rest sollte sich sogar einen Besuch der MySpace-Seite von URTO sehr gut überlegen.



Bewertung: 1.0 / 5.0
Autor: chris (07.08.2009)

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