Megadeth - Endgame

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VÖ: 11.09.2009
Bandinfo: MEGADETH
Genre: Metal
Label: Roadrunner Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Und plötzlich ist Dave Mustaine wieder der Liebling der Massen! Hatte der exzentrische Rotschopf in der Vergangenheit auch durch eher nicht so beeindruckende Werke wie (hauptsächlich) „The System Has Failed” (2004), aber auch das 2007 gereichte „United Abominations” war meilenweit vom Klassikerstatus entfernt, sich einiges an Kredit verspielt, schaut nun 2009 die Welt des Dave Mustaine wieder einmal komplett anders aus! Dürfte auch daran liegen, dass der MEGADETH Mainman mit Chris Broderick (ex JAG PANZER bzw. NEVERMORE) endlich wieder einen gleichwertigen Gitarrenshredder on Board hat, der schon beim Instrumental Intro „Dialectic Chaos“ zusammen mit dem Meister seine Finger wund schrubbt.

Und MEGADETH 2009 sind immer dann wirklich saugut, wenn sie sich am eigenen Backkatalog ergötzen. Das fängt beim genialen Ohrwurm „44 Minutes“ an („Hangar 18“ oder auch ein „Wake Up Dead“ lassen grüssen), findet in „Bodies Left Behind“ seine Fortsetzung und endet mit „How The Story Ends“. Allesamt Kandidaten die auch in der Früh Neunziger Phase der Band („Rust in Peace“, „Countdown to Extinction“ bzw. „Youthanasia“) perfekt gepasst hätten. Aber der gute Dave kann es auch brachialer, den „Headcrusher“ kennt mittlerweile eh jedes Kind aus dem Netz (übrigens der mit Abstand härteste Track auf „Endgame“), „This Day We Fight“ und „1,320“ gehen ein ähnlich hohes Tempo und immer wieder wird einem bewusst wie wertvoll ein Chris Broderick in dieser Phase der Bandgeschichte geworden ist. Seit Marty Friedman die Band verlassen hat endlich wieder ein ebenbürtiger (wenn nicht sogar überlegener) Gitarrenpartner für Dave Mustaine! Erwähnenswert sicher auch noch „The Hardest Part Of Letting Go... Sealed With A Kiss”, der quasi zwei geteilte Song, fängt balladesk an und überrascht in weiterer Phase mit astreinen Symphonic Metal, welcher sogar leichte (ganz leichte!) NIGHTWISH Anstriche nicht ganz verleugnen kann.

Und plötzlich ist Dave Mustaine wieder der Liebling der Massen! Was als Einleitung funktionierte, kann auch als Schlusssatz stehen – MEGADETH liefern mit „Endgame“ ein von mir persönlich nicht für möglich gehaltenes, wirklich geiles Album ab, welches nicht nur mit einem überragenden Andy Sneap Sound zu glänzen weiß, sondern obendrein in bester Tradition verglichen mit Werken wie „Rust in Peace“ oder von mir aus „Youthanasia“ keinen Deut schlechter ausgefallen ist. Vergessen sind die leichten Qualitätsschwankungen des neuen Jahrtausend, MEGADETH is back und das mit einem richtig gutem Werk!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (04.09.2009)

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