Glen Drover - Metalusion

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VÖ: 05.04.2011
Bandinfo: Glen Drover
Genre: Progressive Metal
Label: Magna Carta
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Lineup  |  Trackliste

Was wurde eigentlich aus ….. GLEN DROVER? Mein erster Kontakt mit dem Kanadier war erst 2004, obwohl schon seit 1993 mit EIDOLON aktiv, als Dave Mustaine ihn gemeinsam mit seinem Bruder Shawn Drover ins MEGADETH-Boot geholt hat, um dieses kurz vorm endgültigen Sinken wieder auf Kurs zu bringen. Als er letztendlich Anfang 2008 die Segel strich, war es dann lange Zeit mucksmäuschenstill um Glen. Nach einer ausgiebigen Schaffenspause hat er dann entschieden, wieder auf sich aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit Chris Sutherland, Jim Gilmour (SAGA) und Paul Yee (ein kanadischer Multi-Instrumentalist) hat er nun über 2 Jahre hinweg immer wieder Songs aufgenommen. Diese erscheinen nun am 5. April unter dem Titel „Metalusion“ via Magna Carta.

Zehn Songs haben es auf die rein instrumental gehaltene Platte geschafft, die Hälfte davon aus GLEN DROVERs Feder, ein AL DIMEOLA-Stück, und jeweils zwei von JEAN-LUC PONTY und FRANK ZAPPA. Obwohl das Fantasy-mäßige Cover eher anderes suggeriert, bewegt sich „Metalusion“ irgendwo zwischen technisch anspruchsvollem Metal und Jazz-Rock. Die Mixtur lässt sich wohl am besten als Prog-Metal beschreiben. Namhafte Unterstützung gibt’s zuhauf. Unter anderem greifen Jeff Loomis (NEVERMORE), Fredrik Akesson (OPETH), Vinnie Moore (UFO) und Steve Smyth (FORBIDDEN) in die Saiten. Interessanterweise schließt sich der Kreis mit Chris Poland (Ex-MEGADETH).

„Jeder Song sollte so klingen, als wäre er dazu bestimmt auf der Platte zu landen. Nichts sollte unpassend wirken.“ – so GLEN DROVER. Ich denke, genau das ist ihm auch gelungen. Die Eigenkompositionen brauchen sich hinter den Covers jedenfalls nicht zu verstecken. Auch wenn mit „Filthy Habits“ mein Favorit von FRANK ZAPPA stammt, ist die gesamte Scheibe sehr stimmig, spart nie mit aufregenden Melodien und bietet innerhalb des stilistischen Rahmens auch ausreichend Abwechslung.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Instrumentalalben, „Metalusion“ kann mich trotzdem begeistern. Ehrlich gesagt hab ich fast ein schlechtes Gewissen, GLEN DROVER zu MEGADETH-Zeiten nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Megadave hatte – wie so oft – ein gutes Händchen. Glen macht sowohl beim Shredding, als auch bei den jazzigen und gefühlvollen Tönen eine ausgezeichnete Figur.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Stoffi (03.04.2011)

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