Cadaverous Condition - Burn Brightly Alone

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VÖ: 09.09.2011
Bandinfo: Cadaverous Condition
Genre: Death Metal
Label: Starry
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Lineup  |  Trackliste

Wenn man schon mehr als zwanzig Jahre als Band besteht, kann man sich definitiv schon zu den Veteranen zählen. Das trifft auf CADAVEROUS CONDITION zu, die (mit nur wenigen Besetzungswechseln) jetzt schon seit 1990 existieren. Mit „Burn Brightly Alone“ ist jetzt die nächste in einer langen Reihe von Veröffentlichungen am Start.

In der langen Zeit ihres Bestehens haben es die Jungs geschafft, sich eine eigenständige musikalische Nische zu schaffen, in der es sonst wenige vergleichbare Bands gibt. Obwohl sie sich selbst als Death Metal Band definieren, kann man sie nur irgendwo im Spannungsfeld Death / Doom / Gothic / Folk / Alternative Metal einordnen.

Auf „Burn Brightly Alone“ sind 13 Tracks vertreten, die teilweise in stark unterschiedliche Richtungen gehen – von eher doomigen Tracks wie dem Opener „Ghost“ über balladeske Anleihen bei Alternative oder Gothic (wie beispielsweise bei „We Both Go Down Together“, einer Coverversion der amerikanischen Indie-Folker THE DECEMBERISTS, oder bei „Wicklow Nightfall“) bis hin zu Death Metal Krachern wie „Order Of The Forlorn“. Als Konstante während diesen Ausflügen bleiben die knurrigen Growls von Sänger Wolfgang Weiss. Das und die bei allen Tracks vorhandene melancholische Grundstimmung gibt dem Ganzen einen roten Faden und verhindert, dass das Album zu weit abdriftet.

Dass die Jungs schon lange dabei sind, merkt man – über das ganze Album ist kein einziger Song eine Schwachstelle, das Songwriting ist routiniert und einfallsreich. Hervorzuheben sind (vor allem für Freunde eher härterer Kost) „Driftwood“ (das mit einem packenden Groove aufwartet), „Use Your Blood“ (fetter Doom / Death Metal) oder das schon angesprochene „Order Of The Forlorn“ (mit einer singenden Säge als Intro). Wer es lieber ruhiger angeht, wird mit „Wicklow Nightfall“, „Shine Unseen, Then Disappear“ oder „We Both Go Down Together“ (das Gastsänger Mark Breyer von SKOOSHNY mit seinem Klargesang veredelt) seine Freude haben.

Der interessante Genremix, der auf dem Album vertreten ist, wird wohl nicht jedem gefallen - „Burn Brightly Alone“ ist keine Stangenware, sondern ein Experiment, auf das man sich einlassen muss. Aber der Aufwand lohnt sich – eigenständige, feine Songs warten auf alle Mutigen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (29.10.2011)

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