Mooncry - Rivers Of Heart

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VÖ: 28.10.2011
Bandinfo: Mooncry
Genre: Melodic Metal
Label: SAOL
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Lineup  |  Trackliste

MOONCRY konnten mit ihrem ursprünglich 2010 releasten Werk "Rivers Of Heart" nun beim Label SAOL unterkommen. So wird das Album am 28.10.2011 nochmal veröffentlicht und erfährt nun auch einer umfassenderen Promotion.

Zum Glück, denn sonst wäre es wohl auch nicht auf meinem Tisch gelandet. Und da wäre mir ein richtiger Lichtblick im Bereich des Melodic Heavy Metal entgangen. MOONCRY kombinieren einen druckvollen Groove mit eingängigen, harmonischen Melodien und klug eingesetzten aber trotzdem prägenden symphonischen Untermalungen. Heraus kommen Stücke, die sowohl druckvoll vorantreiben, wie auch den Gehörgängen schmeicheln. Gleich der Opener "Seconds In Time" entpuppt sich als starker Ohrwurm. Aber auch "Memories Drowning", "Ghosts Of Mind", "Grief And Hope" und praktisch alle übrigen Songs können da mithalten. MOONCRY haben gute Songwritingideen und verpassen ihren Stücken tolle Melodielinien, die verschiedenartige Emotionen und Stimmungen ausdrücken. Ein paar leicht progressive Einflechtungen, die sich in den Arrangements und Wechseln bemerkbar machen, runden ein durchweg gelungenes Songwriting ab.

Ein mehr als prägnantes Power-Organ hat Sänger Sali Hasan. Er erinnert mich wegen der Ausdruckskraft und Stimmgewalt ein bisschen an Joakim Bróden von SABATON, hat wohl aber noch etwas mehr Rauheit im Timbre. In emotionalen Phasen kann er dagegen unheimlich viel Gefühl in die Vocals legen. Auf jeden Fall drückt sein Gesang der melodischen Musik von MOONCRY einen weiteren markanten Stempel auf. Das Keyboard spielt bei manchen Stücken schon eine wichtige Rolle, und so ist eine Akzeptanz dieses Instruments sicherlich erforderlich, um an den Kompositionen von MOONCRY Gefallen zu finden. Technisch machen alle Musiker einen guten Job, und die Produktion des Albums ist gleichermaßen druckvoll wie transparent.

"Rivers Of Heart" dürfte bei Freunden eines melodischen und symphonischen Heavy Metal gut ankommen. Ich habe in dem Genre in letzter Zeit nichts vergleichbar gutes gehört. Die fünf Jungs von der Baden-Württembergischen Seite des Bodensee zeigen auf diesem Album unheimlich viel Potential, das sie in starken Kompositionen umsetzen. Von MOONCRY werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges hören.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Django (16.11.2011)

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