Vinterblot - Nether Collapse

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VÖ: 26.02.2012
Bandinfo: Vinterblot
Genre: Death Metal
Label: Rising Records
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Lineup  |  Trackliste

Nachdem die großen AMON AMARTH mit ihrem glatt polierten Stadion-Metal immer mehr zu den BON JOVI des Death Metal werden, gibt es für Fans aus der Frühzeit eine Band, die die Tugenden der jungen AMON AMARTH zeigen: die Italiener VINTERBLOT verneigen sich auf „Nether Collapse“ vor den Großmeistern und beweisen, dass man für das Spielen von gepflegtem Viking Metal nicht unbedingt Skandinavier sein muss.

Musikalisch stehen hier, wie gesagt, die frühen AMON AMARTH Pate. „Council Of The Trees Beholder“ hätte in der Form auch auf „Once Sent From The Golden Hall“ Platz gehabt: als melodischen Death Metal mit hohem Genickbrecher-Faktor könnte man den Stil beschreiben. Dass auch aktuelle Entwicklungen aus dem Death Metal-Sektor einfließen, merkt man an den bei einigen Songs zwischendurch eingestreuten Groove Parts. So klingt der Opener „Upon A Reign Of Ashes“ wie eine gelungene Synthese alter (die melodischen Teile von „Once Sent…“) und neuerer (die Groove-Teile von „Versus The World“) AMON AMARTH.

Frontmann Phanaeus grölt - zwar nicht mit Johan Hegg-Power, aber durchaus amtlich und tief – böse über die Tracks, die Rhythmus-Sektion haut kräftig in die Felle bzw. auf die Saiten und die Gitarren streuen ohne viel technische Spielereien und songdienlich die fetten Riffs ein. Die Songs gehen ins Ohr, vor allem die ersten Stücke (die angesprochenen „Upon A Reign Of Ashes“ und „Council Of Trees Beholder“) und das abwechslungsreiche „The Forlorn War“ sind absolute Ohrwürmer. Dazwischen wird es auch akustisch-folkig („Sol Invictus“) und leicht symphonisch („To Nethereal“).

Insgesamt ein ganz starkes Album, für alle Fans von Wikinger-Style Death Metal eine Kaufempfehlung. Zur Höchstnote reicht es nicht, weil in der Mitte von „Nether Collapse“ eine leichte Schwächephase Einzug hält, Anfang und Ende der Scheibe sind aber absolut empfehlenswert.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (01.03.2012)

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