DOOMED - The Ancient Path

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VÖ: 13.02.2012
Bandinfo: DOOMED
Genre: Doom Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

DOOMED sind bzw. ist ein Projekt von Pierre Laube (auch bei P.H.A.I.L. aktiv) und geht mit sechs Songs, verteilt auf knapp 53 Minuten ganz tief ins Genre.
Abgedeckt wird alles von, nennen wir es "normalem" Doom, über Funeral-Einflüsse bis hin zu beinahe flotten Passagen.

Zum Glück verhakt sich Pierre Laube nicht in den langen Kompositionen auf das ein Lied klingt wie das andere. Ganz im Gegenteil.
Natürlich ist Doom in seiner sehr langsamen Ausprägung der Grundstock für dieses Album
"Sun Eater" zeigt schon, dass es etwas flotter zur Sache gehen kann und mit verspielten, zerbrechlichen Leads unterlegt schon jetzt eine Prise Eigenständigkeit in das von ihm Gebraute mit einfließen lässt. Diese Leads bilden ein zweites Fundament neben den schweren, langsamen Riffs und bringen einiges an zusätzlicher Atmosphäre mit ins Spiel.

Auch bei Song zwei geht’s eher verhalten los, sogar noch langsamer als bei "Sun Eater". "Collapsing Guts" wartet auch wieder mit diesen beinahe als hypnotisch zu bezeichnenden Leadgitarren-Fragmenten weit hinten im Saal dieses Konstruktes auf. In diesem Song stoßen wir sogar auf Doppelbass-Einschübe die dem Track zusätzlich Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert anheim fallen lassen.

"She´s Calling Me", kommt sehr verhalten aus den Boxen und wird zu dem, was zumindest ich als "Funeral Doom" verstehe. Auch hier wieder die Leads und plötzlich zieht der Song an und ist im Kontext beinahe als schnell zu verstehen. Ein wenig wird mit Samples gespielt und eine leichte, luftige Verspieltheit zeigt sich gegen Ende hin, auch wenn es dann mit der Zeit etwas zäh wird.

Ultralangsamer Beginn schießt mir sofort in den Kopf, und schon sind wir bei "Caesar´s Whore". Das Schlagzeug aber beschleunigt dann etwas und macht aus diesem Song einen Monolithen. Man mag von Doom halten was man will, aber dieses Lied steht in der Brandung und das seit tausenden Jahren. Sehr schräge Leads und ein extrem langsames Ende unterstreichen das noch. Mein Highlight auf dem Album.

Beinahe zügig geht es mit "Death Is No Respecter" los und immer wieder grüßen diese hypnotischen, verzaubernden, verstörenden Leads im Hintergrund.

Den Abschluss dieses Werkes bildet "My Love Is Dead". Beginnt mit klarem Gesang und lässt schöne Melodien als Kontrapunkt zum derben Doom entstehen. Zwischendurch gibt es wieder Klargesang und das atmosphärische Ende durchbricht dann gänzlich die Zehn-Minuten-Marke.

Ein schweres, zähes Stück Musik, das aber durch die Gitarrenarbeit und einige kleine Experimente seine eigene Nische gefunden hat. Tagtäglich werde ich dieses Werk wohl nicht hören, aber es gibt durchaus Momente, wo genau so etwas stimmig ist.
Für ein Debüt-Werk ist das ohnedies schon beinahe als sensationell zu bezeichnen.

Zu beziehen derzeit noch hier: doomedband@googlemail.com, das Ganze um geschenkte neun Euro!
Doom-Heads haben keine Ausrede!!!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (14.03.2012)

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