Burning Point - The Ignitor

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VÖ: 22.06.2012
Bandinfo: BURNING POINT
Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Finnen von BURNING POINT haben sich diesmal ein bisschen mehr Zeit gelassen, ehe sie das Nachfolgewerk zu "Empyre" präsentieren konnten. Etwas mehr als 3 Jahre sind vergangen, aber musikalisch bewegt man sich exakt auf derselben Ebene wie eben auch schon 3 Jahre zuvor. Das kann man sowohl positiv als auch negativ betrachten, aber Fakt ist, dass die Qualität der einzelnen Songs stärker ist, als auf dem Vorgänger, wo es vor allem gegen Ende sehr durchschnittlich wurde.

Ein Intro finden wir diesmal nicht vor, aber die Epicness ist genauso wie beim Titeltrack des letzten Albums zu 100% vorhanden. Das Ganze ist erneut sehr einfach gehalten und man merkt schon, dass die Finnen definitiv nicht vor hatten, irgendwie groß herum zu experementieren. Dennoch macht der Song Spaß, bietet ein ordentliches Solo, eine gute Gesangsleistung von Pete Ahonen und allgemein alles, was man von solidem Power Metal zu erwarten hat. Textlich natürlich kein Leckerbissen, aber der Song bleibt wirklich gut im Ohr hängen und gestaltet sich auch besser als der stinknormale Einheitsbrei, den man in letzter Zeit nur zu oft zu hören bekommen hat.

Besonders gut gefällt mir das relativ langsame "Silent Scream", wo atmosphärische und ruhige Strophen einen wirklich tollen kraftvollen Refrain einleiten. Hier kann der gute Pete auch mal zeigen, was er wirklich drauf hat. Tolle Höhen im Chorus! Gefällt mir richtig gut, wie er sich dort reinsteigert und obwohl es objektiv betrachtet vielleicht einer der "unspektakulärsten" Songs ist, sagt er mir doch am meisten zu. Man versteht es hier einfach, eine gewisse Emotion zu transportieren, ganzgleich das es keine Ballade ist.

Für die total eingefleischten Power Metaller ist auch gesorgt, wenn ich mal dezent auf das einfallsreiche "Heaven is Hell" hinweisen darf. Ist gar nicht böse gemeint, aber jeder 2. Power Metal Song trägt eben diesen Songtitel...Wahrscheinlich braucht jede Band mal nen Song, der so heißt...Jedenfalls bekommen wir hier astreinen Uptempo Power Metal geboten, der extrem einfach gehalten ist. Eignet sich gut zum mitgrölen und beschert dem ein oder anderen vielleicht auch nen' feinen Ohrwurm.

Prinzipiell bewegen sich Burning Point also größtenteils im Uptempo Bereich, schlagen aber auch gern mal ruhigere Töne im Midtempobereich an, obgleich man eine Ballade gänzlich weggelassen hat. Kein Album, das sich lange ausreizen lässt, aber für zwischendurch sehr gute Abwechslung, die jedem geneigten Power Metal Fan zu gefallen weiß. Grundsätzlich werden hier also fast alle Klischees des klassischen Power Metals erfüllt, auch wenn sich der Kitschfaktor eigentlich nie wirklich blicken lässt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Sonata (04.08.2012)

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