Emerald - Unleashed

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VÖ: 24.08.2012
Bandinfo: EMERALD
Genre: Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Eidgenossen haben schon vor knappen zwei Jahren mit „Re-Forged“ ein alles überzeugendes Album präsentiert und so war ich nicht sonderlich erstaunt, dass die Vaucher Brothers samt Gefolgschaft auch diesmal wieder ein wirkliches Geschütz im Phetto hatten. Dabei kam dem Schweizer Sextett natürlich zu Gute, dass Sänger Thomas Winkler sich seit „Re-Forged“ nicht nur stimmlich, sondern auch vom Selbstbewußtsein her deutlich gesteigert hat.

Dabei geht es gar nicht mal so spektakulär los: „Face Of Evil“ ist gut, aber noch lange kein Brecher und wäre wahrscheinlich besser irgendwo in der Mitte des Albums aufgehoben gewesen. Aber schon „F.T.M.“ lässt aufhorchen und zeigt auch deutlich, dass EMERALD zwar immer wieder Vergleich zu anderen Bands an Board holen, dabei aber immer ihre eigene Note in den Vordergrund stellen. Bei „F.T.M.“ ist es das fantastische MAIDEN-like Twin-Gitarrensoli, welches nahtlos von einem ebensolchen High-Speed-HELLOWEEN inspiriertem abgelöst wird.

Aber damit haben EMERALD noch lange nicht ihr Pulver verschossen: „A Past Never Born“, diese stimmungsvolle (Halb)-Ballade, welche den Vergleich mit ähnlich geartetem Material von z.B. ICED EARTH zu keiner Sekunde scheuen braucht. Oder „Wrath of God“, der zu Beginn mit Streichern, den bedrohenden Synthies samt Chor im Hintergrund und dieser wirklich bösen, bösen Stimme überrascht, nur um im weiteren Verlauf eine immense Bedrohung auszustrahlen, bevor gegen Ende mit Pianoteil wieder das Intro aufgenommen wird.

Zwar klingen manche Teile des Albums dann gar ein wenig sehr nach den eisernen Jungfrauen („Another Universe“ sei an dieser Stelle genannt, aber auch der „Eye of the Serpent“) trotzdem: Viel besser wird man absolut gediegen geschmiedeten US-Stahl Made in Europe kaum zu hören bekommen. EMERALD etablieren sich mit ihrem zweiten wirklich essentiellen Album in Folge an der Spitze jener US-Metal inspirierten Bands, die jenseits des großen Teichs großgeworden sind.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (07.08.2012)

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