DOOMED - In My Own Abyss

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VÖ: 12.12.2012
Bandinfo: DOOMED
Genre: Doom Metal
Label: Solitude Productions
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Lineup  |  Trackliste

Doom-Heads haben keine Ausrede!!! - so hab ich schon im März zum Vorgänger "The Ancient Path" gesagt und gerne wiederhole ich mich auf ein Neues.

Doom Metal wie er mir zusagt, gewaltige Berge aus zäher Lava (5 Euro in die Phrasenkasse), geschickt mit fortwährenden Leads garniert. Grandiose, ultralangsame Melodien die die Langsamkeit nicht zum Selbstzweck werden lassen.
Die Stimme variiert, der Bass steht mitten im Stammhirn und die sieben Songs auf 64 Minuten verteilt werden nie langweilig.
So spielt man sich mit einem, man möge mir verzeihen, klassischen "HeyHey"-Riff, mittig im Opener platziert. Gegen Ende wird´s sogar noch ein wenig hurtig, nur für Doomverhältnisse, aber das subtile Anziehen der Geschwindigkeit macht Spaßund Sinn.

Erst ein dreiviertel Jahr ist es her, dass der Vorgänger veröffentlicht wurde und dennoch kann das einzige feste Mitglied Pierre Laube schon mit einem hochkarätigen Nachfolger aufwarten.
Breitwanddoom von Weltniveau. Da kann jeder epische Powermetal baden gehen gegen solch geschickt aufgestellte Monolithen. Vertonte Landschaften sind das, meine Herren. Die Stimme wird als gleichberechtigtes Instrument gebraucht und wechselt bisweilen zum Klargesang.
"Alone We Stand" ist so dermaßen langsam und gemein und fordernd.
Anderweitig las ich von vielfältigen, negativen Gefühlen.
Gut, ein Quell der Freude ist das Album sicher nicht, aber durch die zahlreichen Melodien hebt sich das Album doch recht deutlich aus dem Einheitsbrei des Jammer-Doom heraus. Es sind eben immer und immer wieder die melodieführenden Gitarren die den Zeitlupensongs auf die Beine helfen und wiederholt zum Anhören einladen.

Und ich werde wohl nicht der einzige sein, der “Oh You, Wide Steppe” hervorhebt, die Interpretation eines russischen Folkliedes, welches fantastischen Klargesang und schöne Choräle bietet, und hinten raus, nach einigen Minuten Stille kommt dann noch etwas. Warum ist mir nicht ganz klar, mal sehen, vielleicht kann ich es dem Protagonisten im Rahmen eines Interviews entlocken.

Doom-Highlight des Jahres, schon im Jänner? Wir sind gespannt!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (09.02.2013)

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