Vulture Industries - The Tower

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VÖ: 27.09.2013
Bandinfo: Vulture Industries
Genre: Experimental Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Der auf dem fantastisch verqueren Vorgänger „ The Malefactors Bloody Register“ eingeschlagene Weg der Bergener-Gemeinschaft wird auf dem Label-Einstand für SEASONS OF MIST-Records konsequent fortgesetzt. Fronter Bjørnar Erevik Nilsen, der dieses Mal auch für die Produktion verantwortlich zeichnete, ist immer noch der ungeborene bzw. verloren geegangene Sohn eines Serj Tankian und seine Hintermannschaft hat noch immer nicht gelernt wie szene-konforme Rock(Avantgarde)-Songs geschrieben werden. Soll heißen: Auch „The Tower“ nimmt die Hörerschaft auf satten 62 Minuten gehörig in die Mangel und verlangt einem - schon ab der 1. Runde – einiges ab.

Das gern genutzte Stilmittel des Sprechgesangs (oft auch doppel-stimmig), die Hinzunahme von allerlei exotischen Instrumenten, die Verquertheit an sich und ein Schmelztegel aus progressiven, experimentellen, Industrial/Doom, extremen und sogar symphonischen Elementen charakterisieren „The Tower“. Das ergibt in der Praxis dann die Verquickung zu Etwas, was die Plattenfirma zaghaft als Norwegian-Dark-Progressive-Metal zu beschreiben versucht.

Das Faszinierende ist aber, dass je öfter man die insgesamt neun, meist überlangen Songs hört, ein Vertrautheitsgefühl sich schön langsam seinen Weg an die Oberfläche freischwimmt. Man fängt an im Takt mit zu wippen („Divine – Appalling“), sich der Schwere eines Songs willenlos zu ergeben („The Hound“) oder sich einfach hypnotisieren zu lassen („The Dead Won't Mind“).

Querdenkend-geniale Band, die noch dazu jenseits des vorstellbaren Kommerzdenkens völlig frei und ungezwungen dahin musiziert.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (13.09.2013)

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