DARKFALL - Road To Redemption Track by Track Analyse

Text: Reini
Veröffentlicht am 26.06.2013

Road To Redemption (Intro)

Das Intro, viel zu lange ausgefallen, auch weil wenig bis gar nichts passiert, außer dem Versuch eine Art Horror-Szenario Hörspiel zu lancieren.

Spiwi: Das Intro „Road To Redemption“ ist logischerweise die Einleitung zu unserer neuen Scheibe. Das Stück soll anhand von Soundkollagen den Weg zur letzten Ruhestätte, welche auf dem Cover von Michael Freitag als Friedhof rund um einen Kirchturm dargestellt ist, musikalisch beschreiben und wiedergeben. Von daher ist das Intro analog dem Cover sehr düster, finster und mysteriös angelegt. Im Prinzip kann man alle Details des Covers wie zum Beispiel die Krähe, die Kirchturmglocken, die Schritte der Gestalt im Nebel, etc. wahrnehmen. Am besten wirkt das Intro einfach bei vollkommener Stille und Dunkelheit und auf voller Lautstärke. So entwickelt sich Horror pur.

Misery Of Peace

Der verspielte de-facto Opener, zeitweise ziemlich progressiv, aber auch irgendwie sperrig ausgefallen, der fette Mosh-Part in der Mitte überzeugt aber gewaltig!

Spiwi: Ohne Übergang geht es gleich direkt in die nächste und sozusagen erste instrumentierte Nummer des Albums. Zunächst startet der Song „Misery Of Peace“ mit einem Blastgewitter, um sich wenig später doch noch als recht progressiv zu entpuppen. Speziell die Strophe ist gitarrentechnisch sehr verspielt und mündet in einen sehr thrashigen Refrain. Der Mittelteil ist ziemlich moshig ausgelegt, wenngleich die Zwischensoli wieder sehr melodisch aus den Boxen tönen. Der Schluss geht wieder voll auf die Zwölf und beschließt den Song auf hohem Tempo.

War Has Come

Cooles Bass-Intro und ein echt fetter, nachhaltiger Refrain, bei dem vor allem die tiefe Stimme von Fronter Spiwi gefällt. Sonst eher im Mid-Tempo gehalten, einfach gestrickt, aber wirkungsvoll.

Spiwi: Weiter geht es mit „War Has Come“, einem mächtigen Midtempo-Stampfer, welcher durch Eingängigkeit und sehr schwere Gitarren und prägnante Gesangslinien überzeugen soll. Der Beginn des Songs ist sehr heavy und gitarrenorientiert, wobei die Strophe eher vom Gesang dominiert wird. Der Refrain ist einfach gehalten, wodurch der Mitgröhlfaktor gesteigert werden soll. Zwischendurch wird der Song durch Akustikgitarren und Samples aufgelockert, bevor alles wieder von einem Riffpanzer ohne Gnade niedergewalzt wird.

DARKFALL - Road To Redemption 1. Teaser:

Fading Away

Zünftiger Blast zu Beginn, der dann auf eher flotteres Tempo gedrosselt wird. Klingt zeitweise wie ein KREATOR-Track der „Extreme Aggression“-Phase, auch weil das Tempo immer wieder variiert wird.

Spiwi: „Fading Away“ ist eine geradlinige und einfache Thrash Nummer, welche voll auf die Glocken geht und ohne Schnörkel nach vorne presst. Nach einem kurzen Countdown als Intro geht es gleich mit einem Blast recht heftig voran, und einzig der Refrain ist etwas melodischer angelegt. Ansonsten gibt es hier keine Gefangenen oder Zeit für Spielereien. In der Mitte sorgen noch ein kurzes Solo und eine gemäßigtere Passage, welche vom Gesang getragen wird, für Abwechslung. Aber mehrheitlich ist der Song auf hohes Tempo ausgelegt und versprüht etwas Old-School-Charme.

Phoenix Rising
Verspielt, aber auch eingängig – ein Wechselspiel sozusagen, coole orientalische Gitarreneinflüsse zu Beginn, bevor wieder so ein nachhaltiger Mosher zum Einsatz kommt, Spiwi wartet lange auf seinen Einsatz, die Tempovariationen gefallen, der Refrain allerdings weniger.

Spiwi: Der nächste Songs ist „Phoenix Rising“ und auch hier geht es ziemlich schnell zur Sache. Eingängiges Tempogeriffe und ein orientalisch angehauchtes Solo bilden die Einleitung bevor bei der Strophe etwas Tempo rausgenommen wird, um so dem Gesang mehr Platz zu bieten. Beim Refrain wird das Tempo wieder angezogen und der Mittelteil wird von mehrstimmigen Gitarrenparts und einer unheilschwangeren Sirene als Sample dominiert. Der Schluss wird von einem Nackenbrecher eingeläutet und es darf wieder kräftig gemosht werden.

DARKFALL - Road To Redemption 2. Teaser:

The Gods Await

Kurze Schlacht-Szene, dann ein verspielter Beginn, der in einen stampfenden Mid-Tempo-Part übergeht, wieder ist es die Bridge (samt folgenden Solo-Part), die den Song herausreißt. Haken tut es wieder beim Refrain, den hätte ich mir ein wenig schmissiger gewunschen.

Spiwi: Der Song „The Gods Await“ beginnt mit einem langsameren Gitarrensoli, welches von Schlachtsamples und einer tragenden Doublebass unterlegt wird und schlussendlich recht abrupt in eine am Midtempo orientierte Strophe übergeht. Die Bridge ist ziemlich schwedentodmetallisch angehaucht und mündet in einen verspielten und sehr hymnischen Refrain. Arrangiert ist der Song recht simpel, da er ohne Umschweife ins Gehör gehen soll.

Never Ending Hate

Ausgiebiger Instrumental-Exkurs zu Beginn des Tracks, sehr flottes Mid-Tempo, schön mit zu bangen, der Spoken-Word-Part ist Sau-cool, die Gitarrenarbeit ebenso. Diesmal passt auch der Refrain, schön zum Abschädeln.

Spiwi: Sehr geradlinig ist „Never Ending Hate“. Ein Song, welcher sehr von der Gitarrenarbeit lebt und flott aus den Boxen dröhnt. Die Strophe stampft gut nach vorne und auch der Refrain zielt auf die Nackenmuskeln des Hörers ab. Aufgelockert wird hier durch ein grooviges Solo und feine Samples im Mittelteil. Im Prinzip ist alles kurz und bündig gehalten und auf das Wesentliche reduziert. Der Song soll grooven und zum Abgehen motivieren.

DARKFALL - Fading Away (Offical Lyric Video):

Rise To Dominate

Heftiger Beginn, mit diabolischem Grunt von Fronter Spiwi. Wahrscheinlich – neben „War Has Come“ – jener Song mit dem schmissigsten Refrain auf „Road To Redemption“. Fett, sehr fett!

Spiwi: Weiter geht es mit „Rise To Dominate“, einer sehr schnellen und heftigen Nummer. Hier werden keine Gefangenen gemacht und der Song prescht kompromisslos nach vorne los. Der Gesang ist recht simpel und eingängig gehalten und der Mittelteil wird von einem schnellen Solo und ziemlich fetten Grooves dominiert. Hier raucht es einfach an allen Ecken und Enden. Eine Fast Forward Nummer, die ohne Wenn und Aber zünden soll und ziemlich modern arrangiert ist.

Echoes From The Past

Wieder ergötzt sich die Gitarrenfraktion zu Beginn, verspielt und eingängig zugleich. Der Track selber entpuppt sich aber als eher schwer zugänglich, obgleich die Übergänge (gerade der Ultra-Brutalo-Part samt Spiwi-Grunt) wieder eine Spur eingängiger wirken.

Dieser Song ist recht abwechslungsreich und bietet von Gitarrenduellen über einen thrashigen Refrain bis hin zum groovigen Mittelteil und einem schnelleren Schluss einfach Metal in sehr vielen Variationen. Ist der Beginn von „Echoes From The Past“ noch eher gitarrenorientiert, werden Strophe und Refrain eher vom Gesang getragen. Besonders der moshige Mittelteil sollte durch Groove überzeugen können und animiert den Hörer zum Mitgehen. Hier ist eher die Rhythmusfraktion gefragt und es groovt was die Boxen hergeben.

Peacemaker

Eher flotterer Banger, lange nicht so verspielt wie sein direkter Vorgänger, eher straight gehalten, mag auch am verdammt schnellen Tempo liegen. Ziemlich in der Mitte wurde ein schöner Akustik-Teil als Auflockerung eingebaut, der direkt in ein verdammt schnelles Gitarrensolo mündet.
„Peacemaker“ ist eine unserer schnelleren Nummern, wobei den Gitarrenmelodien dennoch sehr viel Platz eingeräumt wird. Das hohe Tempo wird vorerst bis zum Mittelteil gehalten, welcher von Akustikgitarren und einem gefühlvolleren Solo getragen zeigt. Nach diesen Passagen zieht der Song tempomäßig wieder an und es folgt ein schnelles Riffgewitter mit einem sehr progressiven Solo. Der Schluss lebt wieder vom Groove und ein fetter Moshpart darf natürlich auch nicht fehlen.

DARKFALL - The Gods Await:

Kill The Need MMXIII
Der epische Schlusstack punktet mit viel Atmosphäre, einem dezenten Piano-Einschlag und ist sicher jener Song auf „Road To Redemption“, der sich am weitesten Richtung „normalo“-Metal orientiert.

Spiwi: Unsere Ballade, neu entdeckt und etwas umgeschrieben. Dies ist der einzige Song mit Klavierunterstützung, welche jedoch nur vereinzelt aber sehr wirkungsvoll zum Einsatz kommt. Hier dominieren gefühlvolle Gitarrenmelodien und einprägsamer Gesang. Der Mittelteil ist sehr klassisch und ruhig angelegt und mündet in einen sehr bösartigen Zwischenteil mit sehr tiefen Growls. Die Nummer ist im Midtempo angesiedelt und stellt sowas wie unseren „Ohrwurm“ dar. „Kill The Need MMXIII“ ist mit Sicherheit ein würdiger und hochwertiges Abschluss für unser neues Album.

Textlich beschäftigen sich die Songs auf „Road To Redemption“ mit dem Leben als sinnbildliche Straße zur Erlösung, welche im Tod in all seinen verschiedensten Variationen zu finden ist. Der Tod kann einen auf vielen Straßen ereilen und manche Themen habe ich eben auf „Road To Redemption“ behandelt. Da die Texte im Booklet abgebildet sind, möchte ich jedoch nicht zu viel darüber verraten, um so auch Raum für eigene Interpretationen zu lassen.

Im Großen und Ganzen würde ich „Road To Redemption“ als abwechslungsreiches Schnittwerk aus Thrash und Death Metal sehen, welcher sicher in der alten Schule verwurzelt ist, aber dennoch auch etwas in die Moderne schielt. Wir sind nun jedenfalls froh, dass „Road To Redemption“ endlich erhältlich ist und hoffen, dass das Album auch einigen Fans da draußen gefallen wird. Ausruhen werden wir uns aber definitiv nicht und schon in wenigen Wochen starten wir mit den Arbeiten am Nachfolger. Zuvor spielen wir jedoch noch als Support für die legendären EXHUMED am 04.07.2013 im Grazer Club Q und auf dem Metal Invasion Open Air in Spital am Semmering.

Be there and get thrashed!!!


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