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:: NECROPHOBIC Part I - The Early Years |
![]() Die Hölle war 1989 längst nicht mehr zugefroren. Als sich Schlagzeuger Joakim Sterner und Gitarrist David Parland dazu entschlossen selbst Musik zu machen, bastelten ihre jungen Stockholmer Stadtkollegen DISMEMBER, CARNAGE oder ENTOMBED schon fleißig an ihren ersten Alben. NECROPHOBIC nannten sich die Spätstarter, motiviert durch den gleichnamigen Song der amerikanischen Erstliga-Thrasher SLAYER von ihrem unsterblichen Megaseller „Reign In Blood“. Lehrjahre sind keine Herrenjahre NECROPHOBICs drittes Demo "Unholy Prophecies" (1991) Nachdem die Band die ersten 200 Kopien selbst vertrieben hatte, unterschrieben sie bei Wild Rags Records. Diese pressten noch 5000 weitere, längst vergriffene Stücke und schoben NECROPHOBIC auch das erste Mal in die legendären Sunlight Studios zu Thomas Skogsberg. Nachdem Stabel durch den späteren Frontmann Tobias Sidegård ersetzt wurde, fanden die Schweden endgültig zu ihrem ureigenen Stil, der sich von den üblichen Schweden-Grabschauflern wie DISMEMBER oder ENTOMBED löste und verstärkt in die satanische, melodischere Richtung ging. Die 3-Track EP „The Call“ war somit die Feuerprobe, die man bravourös meisterte. Harrvik wurde Anfang 1993 am Mikrofon durch Anders Strokirk ersetzt und im März starteten in den Sunlight Studios endlich die Aufnahmen für das legendäre Debütalbum „The Nocturnal Silence“. ![]() NECROPHOBIC Urbesetzung zu seligen Demozeiten Eine eigene Nische finden ![]() Das erste Schnuppern in die große Welt - die EP "The Call" (1993) Ein Gefühl der Schauer und der Kälte überkam den Hörer, wenn er das mysteriöse Keyboard-Sample zum Opener „Awakening…“ vernahm. Eine tiefgestimmte Leadgitarre und apokalyptische Riffs rundeten das diabolische Vergnügen ab, dazwischen besang Stokirk seine Flucht, das Freikommen von Religion („My prayers have been answered, I'm no longer a victim of God"). Zwischen Klassikern und Kult liegt oft ein schmaler Grat, „The Nocturnal Silence“ ist berechtigterweise Zweiteres. Zwischen dem flott treibendem „Before The Dawn“ und dem episch gemächlichen Closer „Where Sinners Burn“ versteckten NECROPHOBIC viele Überraschungen und Finessen. Nichts wurde dem Zufall überlassen, jede Note, jedes Riff, jeder Trommelschlag saß exakt. Perfektionismus, der sich auch durch die damals einwandfreie Produktion von Szenelegende Skogsberg manifestierte. Sternstunden des Blackened Death Metal gibt es zuhauf – egal ob man das Gänsehaut verursachende Intro des Titeltracks, das tighte Riffing im Mittelteil von „The Ancients Gate“ oder das sechsminütige Metal-Chamäleon „Father Of Creation“, welches mit seinen unvergesslichen Hooklines und Rhythmuswechseln definitiv in die Hall of Fame des Schweden-Tod gehört, heranzieht – hier hatte alles Hand und Fuß. ![]() Wegweisendes Debütwerk "The Nocturnal Silence" (1993) Da kann man auch verschmerzen, dass Song Nummer Fünf mit dem Namen „Inborn Evil“ auf Hammerhearts Re-Release „Shadows Of The Moon“ genannt wird. Das glänzende Aluminium-Pentagramm am Albumcover und die sachte eingestreuten Backing Vocals von Sidegård und den Gästen Richard Cabeza (langjähriger DISMEMBER Bassist) und Micke Jansson (UNANIMATED-Shouter) rundeten das Paket perfekt ab. Das Grundgerüst war Death Metal, aber der starke Drang in den Schwarzbereich war unverkennbar. Eine Legende war geboren, ein neuer Stil kreiert. NECROPHOBIC waren die perfekte Schnittstelle zwischen DISMEMBER und DISSECTION und „The Nocturnal Silence“ hat noch heute nichts von seiner Magie verloren. ![]() "Spawned By Evil" MCD (1996) - Reverenz an die Großen des Genres Vom Gegröle zum Gekeife Beitrag: FO (28. März 2011)
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