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:: NECROPHOBIC Part II - Der Höhepunkt der Kreativität |
![]() Die Hölle war 1989 längst nicht mehr zugefroren. Als sich Schlagzeuger Joakim Sterner und Gitarrist David Parland dazu entschlossen, selbst Musik zu machen, bastelten ihre jungen Stockholmer Stadtkollegen DISMEMBER, CARNAGE oder ENTOMBED schon fleißig an ihren ersten Alben. NECROPHOBIC nannten sich die Spätstarter, motiviert durch den gleichnamigen Song der amerikanischen Erstliga-Thrasher SLAYER von ihrem unsterblichen Megaseller „Reign In Blood“. Zahlreiche Personalrochaden ![]() Tobias Sidegård Die Line-Up Veränderungen und die lange Wartezeit hatten die Prophezeiung wahrgemacht – NECROPHOBIC haben sich stark vom ursprünglichen Death Metal Konzept gelöst und haben stark wie nie mehr wieder in die schwarze Ecke gedrängt. Die Presse überschlug sich mit Superlativen, auch die Fans wurden mit dem veränderten Sound ihrer Helden schnell warm. Überraschung geglückt! „Black Moon Rising“, das bereits bekannte „Spawned By Evil“ oder „Bloodthirst“ zeigten NECROPHOBIC von einer ganz neuen Seite. Dunkelheit und Satanismus wurden noch einmal verstärkt, Sidegårds diabolisches Gekeife brachte dem Zweitwerk die „Evilness“, die so mancher noch heute als essenziell für den schwedischen Black/Death Sound ansieht. Kristallklare Gitarren, ein dezent im Hintergrund pumpender Bass und das deutlich aufwendigere Drumming haben euch NECROPHOBICs starke Weiterentwicklung perfekt wiedergespiegelt. Der Anteil bedeutungsschwerer Melodien wurde vervielfacht, das Todesgerümpel der alten Tage fast völlig außer Acht gelassen. Die Nähe zu DISSECTION und deren Jahrhunderterfolg „Storm Of The Light’s Bane“ war unverkennbar. ![]() Sebastian Ramstedt Fasst schon ironisch, dass deren Mastermind Jon Nödtveidt nur wenige Monate vor seinem Haftantritt die Lead Vocals am härtesten, Death Metal-lastigsten Stück des Albums, „Nailing The Holy One“, übernahm. Zwischen den wilden Hasstiraden gesellten sich auch erstmals ruhige Piano-Interludes mit Namen „Venaesectio“ und „Descension“, die dem wilden Album die nötigen Ruhephasen sicherten. NECROPHOBIC waren schon immer Perfektionisten und ließen sich für den Release von „Darkside“ alle Zeit der Welt. Ziel war, das Album bestmöglich klingen zu lassen. Mission gelungen – „Darkside“ zeitigte eine nicht für möglich gehaltene Weiterentwicklung, die NECROPHOBIC endgültig die Tore in den Genrehimmel öffnete. ![]() Das vielleicht vollkommenste Werk: "Darkside" (1997) Nach einem neuerlich gelungenen Geniestreich kam auch endlich Ruhe in das rotierende Besetzungskarussell von NECROPHOBIC. Das aktuelle Kleeblatt stellte sich als wirkvolles Team heraus, Neuling Ramstedt erwies sich als versierter Songschreiber und die Band an sich hatte mit „Darkside“ nicht nur ein klanglich, sondern auch gesamtkonzeptionell großartiges Album entgegen dem Mainstream vorgelegt. Während sich andere skandinavische Größen auf bewährte Erfolgsformeln verließen, traten NECROPHOBIC erfolgreich die Flucht nach vorne an. Beitrag: FO (29. März 2011)
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