| » Startseite | SPECIALS |
:: NECROPHOBIC Part IV - Die Wiederauferstehung |
![]() Die Hölle war 1989 längst nicht mehr zugefroren. Als sich Schlagzeuger Joakim Sterner und Gitarrist David Parland dazu entschlossen, selbst Musik zu machen, bastelten ihre jungen Stockholmer Stadtkollegen DISMEMBER, CARNAGE oder ENTOMBED schon fleißig an ihren ersten Alben. NECROPHOBIC nannten sich die Spätstarter, motiviert durch den gleichnamigen Song der amerikanischen Erstliga-Thrasher SLAYER von ihrem unsterblichen Megaseller „Reign In Blood“. Wie Phönix aus der Asche ![]() DAS Black/Death Werk des neuen Jahrtausends: "Hrimthursum" (2006) Das Soundtrack-artige Intro „The Slaughter Of Baby Jesus“ wird nicht umsonst noch immer zu den besten Intros der Metalgeschichte gerechnet, mit „Blinded By Light, Enlightened By Darkness“ ließen die Schweden einen wahren Rifforkan über das Festland wehen. Im nicht minder starken „I Strike With Wrath“ sind zahlreiche Finessen verborgen, das majestätische Mid-Tempo Stück „Age Of Chaos“ wird von Sterners viehischem Kesseltreiben und einer dominanten Leadgitarre getragen. Tobias Sidegård schraubte erstmals an seiner Stimme und agierte auf „Hrimthursum“ weitaus aggressiver, Thrash-lastiger und damit einhergehend beeindruckender, auf „Bloodshot Eyes“ setzte er gar Klargesang ein. Mit „Hrimthursum“ gelang NECROPHOBIC das große Comeback, das eigentlich keines war – die Schweden überraschten auf allen Linien, zeigten sich in jeder Kategorie verbessert und erschufen mit diesem Prachtwerk nicht nur ein Genre-Referenzwerk, sondern schlicht und einfach eines der besten Alben der jüngeren Metalgeschichte. Die Schweden waren endgültig wieder in der Dunkelheit angekommen, haben endlich wieder den Death Metal und auch theatralische Chöre eingebaut. „Hrimthursum“ war und ist eine Blaupause für jede Dunkelfeitsch-Nachwuchscombo. ![]() Johan Bergebäck Back to the roots ![]() Experiment gelungen - Album hervorragend: "Death To All" (2009) Anstatt sich wieder an eingängigen und death/thrashigen Kompositionen zu halten, ließen NECROPHOBIC auf „Death To All“ verstärkt den Schwarzhammer pendeln und bauten wesentlich komplexere Arrangements in die Songs ein. Obwohl die Gesamtlänge wieder auf die üblichen 45 Minuten gestutzt wurde, pendeln die Songs meist in Überlänge durch die Gehörgänge und wirken in sich wesentlich vertrackter und technischer. Den gewohnten Perfektionismus der Band hört man über die volle Distanz, die Stammcrowd der Schweden brauchte dennoch erheblich viel Zeit, um sich mit dem vergleichsweise komplexen Material vertraut zu machen. Mit dem gewaltigen „Revelation 666“ oder der neunminütigen Bandhymne „Death To All“ schafften es Sidegård und Co. aber auch im Jahre 2009 wieder, Tracks für die Ewigkeit zu schreiben. Dass man mit dem Albummittelteil und Songs wie „For Those Who Stayed Satanic“ und „Temple Of Damnation“ qualitative Hänger aufwies, konnte somit leichter verschmerzt werden. Beitrag: FO (31. März 2011)
Noch keine Kommentare vorhanden.
Schreibe jetzt den ersten Beitrag zu diesem Artikel! |







